Zweites Pflegestärkungsgesetz: “Die gesetzliche Pflegeversicherung ist keine Vollkasko”

Das zweite Pflegestärkungsgesetz, das ab dem 1. Januar 2017 umgesetzt wird, soll vieles verbessern – vergessen werden darf dabei aber auch nicht, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist.

Derzeit liegt die Wahrscheinlichkeit, im Alter pflegebedürftig zu werden, laut einer Erhebung der Barmer bei Männern bei 54, bei Frauen bei 74 Prozent. „Schon heute sind 2,6 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig“, erklärt Harald Benzing, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern. „2050 werden es geschätzt 4,7 Millionen sein.“ Zahlen von Statista zeigen dabei eindrücklich, dass bereits heute ein Fünftel der Pflegebedürftigen jünger als 60 Jahre ist.

Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

Mit dem neuen Gesetz wird auch der Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definiert. Statt des bisherigen, der vor allem defizit-orientiert und auf körperliche Leiden ausgerichtet war und den Bedarf an allgemeiner Betreuung und Beaufsichtigung von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz zu wenig berücksichtigte, soll der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff darauf ausgerichtet sein, mehr Teilhabe zu ermöglichen. Dazu müsse man aber auch die Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen. Wolfgang Zöller (CSU), Vorsitzender der Expertenkommission zur Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, erklärt: „Das Maß der Selbstständigkeit wird das Maß der Pflegebedürftigkeit bestimmen.“

Unsere Garantieerklärung zur Pflegereform

Wichtig sei es deshalb, sich bei Fragen zu diesem komplexen Themengebiet ausreichend zu informieren. Vielen Menschen sei zum Beispiel nicht bewusst, dass die gesetzliche Pflegeversicherung keine „Vollkaskoversicherung“ sei und in der Regel weniger als die Hälfte der Kosten für die Pflege übernimmt. So seien knapp 40 Prozent Menschen in Pflegeheimen auf Sozialhilfe angewiesen. Gerade im Beratungsprozess muss dies den Versicherten eindrücklich klar gemacht werden. Unsere Pflegetagegeld-Versicherung PflegePREMIUM Plus wurde 2015 mit „sehr gut“ vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung bewertet und mit unserer Garantieerklärung zur Pflegereform stellen wir für alle in unseren Pflegetarifen Versicherten maximale Flexibilität und Sicherheit sicher. So werden Verträge entsprechend den gesetzlichen Vorgaben angepasst und alle Versicherten unaufgefordert und rechtzeitig über die im Vertrag anstehenden Änderungen der Leistungen und Beiträge informiert.

Bild: Olesya Shelomova

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