Zusatzleistungen für Mitarbeiter – die betriebliche Krankenversicherung

Immer mehr Firmen eröffnen ihren Mitarbeitern attraktive Zusatzleistungen wie eine betriebliche Krankenversicherung. Mit speziellen Versicherungspolicen können Arbeitgeber den Angestellten eine Möglichkeit bieten, die Lücken in der gesetzlichen Krankversicherung auszugleichen. Maßnahmen, die beiden Seiten zugute kommen: Die Belegschaft kann sich teure Kosten für Brillen-, Zahnersatz, Heilpraktikerbehandlungen oder Vorsorgeuntersuchungen sparen, Bereiche, in denen die gesetzlichen Kassen so gut wie nicht mehr leisten.

Wie hoch die Leistungen dabei ausfallen, bleibt den Unternehmen freigestellt. Manche Betriebe übernehmen die Beiträge ganz, manche nur zum Teil und einige beschränken sich auf die reine Organisation. Vorteilhaft ist dabei zudem, dass Gruppenversicherungen für Arbeitnehmer günstiger sind als Einzelpolicen und die übliche Gesundheitsprüfung meist entfällt.

Wenig Resonanz bei Arbeitgeberverbänden & Gewerkschaften

Der Arbeitgeber profitiert von zufriedenen und motivierten Angestellten, fördert die Mitarbeitergewinnung und -bindung und ermöglicht einen großen Schritt in Richtung eines ausgewogenen betrieblichen Gesundheitsmanagements. Bislang jedoch stößt dieses Thema auf wenig Resonanz sowohl bei den Arbeitgeberverbänden als auch bei Gewerkschaften. Volker, Leienbach, Direktor des PKV-Verbands, sieht großes Potential in solchen Zusatzleistungen, auch wenn dies noch Zeit brauche: „Ich kann mir vorstellen, dass sich die betriebliche Krankenversicherung als dritte Säule neben der Vollversicherung und der Zusatzversicherung etabliert.“

Zusatzleistungen – reiner Mitarbeiterbonus?

Bislang werden solche Zusatzleistungen als reiner Mitarbeiterbonus gesehen. Doch viele Experten halten hier einen anderen Blickwinkel für notwendig. „Der einzelne Unternehmer muss für sich erkennen, was er machen muss, um die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu verbessern, so Gesundheitswissenschaftler Bernhard Badura gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Es sei deshalb wichtig, die betriebliche Krankenversicherung durch weitere Maßnahmen wie Rückenschulen-Angebote oder Stress-Managements zu verbinden.

Bild: Andrey Popov

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