Wenn der Ruhestand ruft: Was passiert mit meinem Bestand?

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Nachfolge
Nachfolge

Wenn der Makler in den Ruhestand geht, ist das keine ganz einfache Angelegenheit. Anders als bei einem Angestellten, der einfach aufhört zu arbeiten, muss der Makler vieles beachten. Insbesondere die Frage, was mit seinem Bestand geschieht. Fast die Hälfte aller freien Vermittler betreut laut einer Studie zwar „nur“ unter 500 Kunden – aber auch die wollen versorgt sein.

Die Kunden haben ein Mitspracherecht

Was passiert also mit dem Bestand, wenn der Makler sich zur Ruhe setzen will? Häufig verkauft er ihn. Der grundsätzliche Ablauf ist nicht kompliziert. Der scheidende Makler und der Käufer schließen einen Vertrag über die Überlassung des Bestands. Als nächstes informiert der Makler seine Bestandskunden postalisch über die Übergabe. Gleichzeitig gewährt er ihnen eine Widerspruchsfrist. Denn möglicherweise ist nicht jeder Kunde mit der Übergabe einverstanden.

Das Standardprozedere

In bestimmten Fällen besuchen der Käufer und der Verkäufer gemeinsam Kunden, um die Übergabeprozesse mit ihnen abzustimmen. Gerade bei Key Kunden kann das wichtig für einen reibungslosen Übergang sein. Wenn die Kunden einverstanden sind und Produktgeber wie beteiligte Pools keine Einwände haben, übergibt der Verkäufer zum vereinbarten Stichtag die Kundendaten. Der Käufer zahlt die vereinbarte Summe. Oder im Fall eines professionellen Bestandskäufers auch eine „Maklerrente“. Also einen prozentualen Anteil an der jährlichen Bestandscourtage. Handelt es sich bei dem Unternehmen um eine UG oder GmbH werden die Anteile verkauft und ein neuer Geschäftsführer bestellt.

Gut Bestandsübergabe will Weile haben

Also alles ganz einfach? Nicht so schnell. Was sich so unkompliziert anhört, bedarf einiger Vorbereitung und genauer Planung. Denn bereits einen angemessenen Kaufpreis zu finden, kann eine Herausforderung sein. Wie Andreas W. Grimm, Mitbegründer von bestandsmarktplatz.de, in der AssCompact feststellt, spiele der Zufall „oft eine große Rolle“. Für den Makler sei das von Nachteil, denn so gingen ihm potenziell bessere Deals durch die Lappen. Sogar das „doppelte oder dreifache Ergebnis“ könne der Vermittler erreichen, wenn er entsprechend in eine gute Beratung investiere. Auch bei kleineren Beständen kämen da „schnell mehrere 10.000 Euro zusammen“, so Grimm.

Wo gibt es Hilfe?

Nicht zuletzt deshalb ist professionelle Hilfe für den Makler bei der Nachfolge eine gute Idee. Wir haben hier einige Webseiten für Euch zusammengetragen, auf denen Ihr Euch rechtzeitig informieren könnt und die wichtige Infos rund um das Thema Nachfolge bieten:

Hier können Makler einen geeigneten Nachfolger für ihren Bestand suchen:

https://www.makler-nachfolger-club.de/

http://www.bestandsmarktplatz.de/

Auf diesen Seiten können Makler ihren Bestand auf seinen Wert schätzen lassen:

https://www.resultate-institut.de/maklerbestand-bewerten

http://www.maklerbestand-blog.de/bestandswert_ermitteln/

Diese Firmen bieten eine ganzheitliche Nachfolgeplanung für Makler an. Dazu gehören Wertermittlung des Bestands und die Vermittlung von Kaufinteressenten.

http://ibras.de/

https://dradams.de/wir-ueber-uns/

Hinweis: Natürlich gibt es noch viel mehr Anbieter. Diese Seiten sollen Euch nur als Orientierung und Starthilfe dienen.

Titelbild: © FotolEdhar / fotolia.com

2 Kommentare

  1. Haben Sie Ihre Nachfolgeplanung schon angedacht oder gar begonnen. Zum obigen Beitrag passend will ich auf mein Webinar auf der Online-Messe Profino hinweisen: “Verkauf von Maklerbeständen – alles nichts mehr wert?”. Sie erhalten nicht nur einen Einblick in die richtige Form der Nachfolgeplanung, sondern auch 60 Minuten Weiterbildungszeit. Ich freue mich auf Sie.

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