Stefan Gilles: „Durch Digitalisierung steht der Kunde zunehmend im Mittelpunkt“

Stefan Gilles Peter Kämmer

Den positiven Jahresabschluss im Jahr 2020 verdankt die Versicherungskammer nicht zuletzt der frühen Umstellung auf ein digitales Miteinander. Auch im neuen Jahr steht ein ausgeprägtes Onlineangebot auf der Agenda. Inwiefern das die Jahresplanung hinsichtlich Events und Produkten beeinflusst, erzählen Geschäftsführer Stefan Gilles und Peter Kämmer, stellvertretender Geschäftsführer, im Interview zum Jahresauftakt.

Redaktion: Herr Gilles, geben Sie uns einen Rückblick auf 2020. Was ist besonders gut gelaufen?

Stefan Gilles: Wie alle, hatten auch wir ein sehr besonderes Jahr, mit besonderen Herausforderungen sowie neuen Aufgaben. Auch für uns kam die Krise sehr überraschend. In der Retrospektive waren wir allerdings bereits länger gut auf ein digitales Miteinander eingestellt. Es war uns bereits zuvor wichtig, mit der Zeit zu gehen und moderner aufzutreten, gerade als traditionelles Unternehmen, dass bereits seit 200 Jahren existiert.

Bereits in der Vergangenheit hatten wir einige Formate in digitaler Form durchgeführt. Unser Wissen haben wir aktiv in das Miteinander mit Maklern und Geschäftspartnern eingebunden. Der Umbruch war daher mehr eine intuitive Ergänzung unserer Tätigkeit. Durch die Ausstattung aller Arbeitsplätze mit neuster Technik konnten wir die Homeoffice-Quote zu 100 Prozent sicherstellen. Durch unsere schnelle Reaktionsfähigkeit verlief das Jahr rundum profund.

Bei unseren Regionalleitern haben wir eine unglaublich hohe Terminfrequenz seitens der Makler festgestellt. Kurze prägnante Meetings ohne lange Anreisen wurden ebenso wie Web-Seminare problemlos umgesetzt. Das hat zweifelsohne zu einem sehr positiven Geschäftsergebnis beigetragen. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir mit einem Plus von 6,3 Prozent abgeschlossen. Vor allem Dank eines tollen Jahresendspurts. Darauf sind wir sehr stolz.

Redaktion: Herr Kämmer, was sind die Pläne für das neue Jahr 2021? Gerade hinsichtlich Events wie dem JungmaklerAward oder der Maklerwerkstatt?

Peter Kämmer: In diesem Jahr werden wir natürlich wieder unsere digitale Maklerwerkstatt fortführen. Viele hundert Besucher haben uns großartiges Feedback gegeben. Das liegt auch daran, dass wir immer umliegende Mehrwertthemen mit externen Referenten einbringen. Dieses Jahr wollen wir das Ganze durch einige Roundtables ergänzen. Sprich digitale Runden, in denen wir gemeinsam mit den Maklern einige spannende Themen diskutieren. Geplant ist ein Roundtable pro Halbjahr.

Des Weiteren sind wir auch wieder beim JungmaklerAward vertreten. Wir wollen die jungen Makler fördern und sind gespannt, was sie sich einfallen lassen. Es handelt sich um junge Damen und Herren mit tollen Persönlichkeiten und spannenden Geschäftsideen. Es ist immer wieder schön, in der Jury zu sitzen und sie zu begleiten. Natürlich werden wir auch unsere Social Media Aktivitäten weiterlaufen lassen. Zudem bauen wir bereits in den nächsten Wochen und Monaten die Online-Seminare aus. Hierzu verweise ich auch gerne auf unseren Newsletter und die Vertriebsinformation. Die Vertriebspartner finden diese auf www.versicherungskammer-makler.de. Hier informieren wir stetig über neue Produkte, Services oder Veranstaltungen. Eine schöne Möglichkeit, um immer aktuell informiert zu sein.

Redaktion: Die Corona-Krise ist noch immer Gesprächsthema. Auch beeinträchtigt sie die Planung. Gerade hinsichtlich Events. Wie reagieren Sie darauf?

Peter Kämmer: 2021 wird eine Herausforderung. Ich kann Stefan Gilles allerdings nur beipflichten, dass wir bereits 2020 gut auf die Situation vorbereitet waren. Wir wissen zwar nicht genau, wie sich die Situation entwickelt, aber feststeht: wir beobachten die Situation und sobald Veranstaltungen mit persönlichem Kontakt wieder möglich sind, sind wir selbstverständlich dabei. Im Moment werden wir unsere Formate noch digital veranstalten. Wir halten uns aber alle Optionen offen, Veranstaltungen aus der Schublade zu holen. Denn:

Die persönlichen Kontakte vor Ort sind unersetzlich und gerade bei bestimmten Themen ist es bedeutend schöner und effizienter, persönlich darüber zu sprechen. Gerade im Vertrieb.

Natürlich hoffen wir, dass wir uns bald wieder alle persönlich sehen dürfen. Auch, um gemeinsam Vertriebserfolge zu feiern. Vorbereitet sind wir 2021 allerdings auf alles.

Redaktion: Abgesehen von den Events, was werden die Kernthemen des Jahres 2021 sein?

Stefan Gilles: Zunächst der Blick nach innen: hinsichtlich unseres schwungvollen Jahresabschluss ist es natürlich eine Herausforderung, diese für den Auftakt in 2021 zu übertragen. Bisher ist uns das gelungen. Sowohl beim Thema Kundennähe als auch unter den Mitarbeitern. Wir wollen die Leistung in diesem Jahr stabilisieren. Das heißt für uns, emotional sehr nah bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sein.

Begeisterung, Teamgeist, Verantwortung und Respekt untereinander, all das sind Werte, die wir uns zusammen aufgebaut haben und auch in diesem Jahr leben wollen.

Eine Herausforderung, auf die Distanz. Aber wir legen großen Wert darauf, dass es auch 2021 funktioniert.

Für unsere Makler haben wir neben allem Genannten fest auf der Agenda, alle digitalen Strecken auszubauen. Hierzu legen wir großen Wert auf unsere BIPRO Projekte. Hier konnten wir bereits gute Erfolge leisten, wollen aber natürlich auch den breiten Maklermarkt und Pools verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stellen. In der Versicherungskammer möchten wir das Thema digitale Aktivitäten weiter verankern. Mit der IT-Entwicklung sind wir hier auf einem sehr fortschrittlichen Weg.

Bei der Produktvermarktung haben wir mehrere Zielrichtungen. Wir sind bekannt als innovativer Zusatzversicherer und werden entsprechende Produkte digital zur Verfügung stellen. Besonders freuen wir uns auf die neuen, stationären Zusatzprodukte Mitte des Jahres. Hier befinden wir uns bereits im entsprechenden Roll-out-Prozess.

Mit den neuen Produkten können die Makler mit Sicherheit ihre Kunden begeistern.

Auch möchten wir unsere 2019 eingeführten Beamtentarife, weiterhin stark vermarkten. Abschließend ist die Neueinführung der Vollversicherung noch ein Thema. 2020 haben wir hier die Anfänge gemacht. Wir freuen uns Makler aus dem Premiumsegment als Partner zu gewinnen und mit ihnen entsprechend erfolgreich die Produkte zu vermarkten. Insgesamt ein großes Bundle an Themen, das uns das ganze Jahr beschäftigen wird. Damit möchten wir – wie man uns kennt – viel Spaß und Leistungsfähigkeit in den Markt hineintragen. Wir freuen uns sehr darauf.

Redaktion: In der Tat eine sehr umfangreiche Agenda, mit viel Serviceleistung.

Stefan Gilles: Absolut! Serviceleistung in alle Richtungen. Uns ist wichtig den Makler so zu unterstützen, dass alles end to end und digital läuft. Wir wollen den Arbeitsalltag des Maklers vereinfachen, damit er seine wesentliche Konzentration auf das Hauptthema, den Verkauf und die Beratung, richten kann. Dieser erkennt zunehmend den Nutzen, für einen vereinfachten Arbeitsalltag. Insofern steigt hier die Nachfrage. Keiner entkommt der Digitalisierung. Dafür steht der Kunde zunehmend im Mittelpunkt. Das tut auch unseren Mandanten in der Versicherungsbranche insgesamt gut.

Das ganze Interview als Videoformat, finden Interessierte hier:

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Titelbild: © Versicherungskammer Maklermanagement Kranken

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