Stefan Gilles: „Unsere Branche hat sich innerhalb eines Jahres stark gewandelt“

BiPRO

Das Versicherungskammer Maklermanagement Kranken steht mittlerweile nicht mehr nur für einen umfassenden Versicherungsschutz mit Fokus auf die Krankenversicherung. Auch beim digitalen Wandel in der Versicherungsbranche sind sie vorne mit dabei. Die Experten des Versicherungskammer Maklermanagements Kranken berichten wie Vermittler mit Hilfe von BiPRO Umsätze steigern können und worauf Makler beim Qualitätsverkauf achten sollten.

BiPRO-Kongress: Ziel der Umsatzsteigerung

Wie können Vermittler den Verwaltungsaufwand stark minimieren und Vertriebszeit damit maximieren? Dieser Frage stellten sich die Hauptreferenten Stefan Gilles, Geschäftsführer des Versicherungskammer Maklermanagements Kranken und Thomas Atsch, Vertriebsleiter des Versicherungskammer Maklermanagements Kranken. Oberstes Ziel dabei sei es, den Umsatz zu steigern und Prozesse des Alltags zu vereinfachen.

Neue Erwartungshaltung: Über Amazon und Vermittler

Wie das funktioniert? Vorerst sei erforderlich, dass Versicherer einheitliche Standards bei allen relevanten Prozessen umsetzen. Nur dann hätte die Digitalisierung auch für Makler einen Nutzen, so Thomas Atsch. Die Umsetzung von BiPRO-Normen führe zu Aufwandseinsparungen durch den Wegfall manueller Auskunfts- und Änderungsprozesse. Außerdem führen sie zu verbesserter Handlungsfähigkeit in Bezug auf neue Vertriebsplattformen, wie sie beispielsweise InsurTechs etablieren. Besonders mit dem schnellen Wandel der Digitalisierung im vergangenen Jahr, hätten auch die Versicherungskunden eine neue Erwartungshaltung, die Anforderungen an eine zügige und transparente Bearbeitung ihrer Anliegen steige, erklärt der Vertriebsleiter. Studien, auf welche er im Kongress genauer eingeht, bestätigen, dass Kunden immer öfter online kaufen.

„Derzeit können wir von einem hybriden Kunden sprechen, denn es erfolgt meist eine digitale Suche und ein analoger Abschluss. Wäre das Handling allerdings ähnlich einfach wie bei Amazon und Co. würden weitaus mehr Nutzer digital abschließen.“ – Thomas Atsch

Das kann die Chance jedes Vermittlers sein, denn sie können sowohl analog als auch digital beraten und einen Abschluss erzielen.

Aus dem Weg: Weg mit den Vorurteilen

Stefan Gilles und Thomas Atsch räumen im Kongress außerdem alle Vorurteile der BiPRO aus den Weg und bringen den Nutzen von BiPRO-Schnittstellen näher. Denn damit könnten passende Möglichkeiten für jeden Partner geschaffen werden, so Stefan Gilles. Das Kennenlernen von aktuellen und zukünftigen Funktionen einer digitalen Antragsaufnahme und Bestandskundenpflege sowie verschiedene Anbindungsmöglichkeiten stehen ebenfalls auf der Agenda des Kongresses.

„Mich beeindruckt, dass sich unsere Branche, die sich lange gegen die Technisierung wehrte, innerhalb eines Jahres stark gewandelt hat. Aktivitäten richten sich nun zielgerichtet auf Prozesse, Kommunikation und Kollaboration aus. Dieser dringend notwendige Schritt setzt neue Impulse für eine tolle Zukunft.“ – Stefan Gilles

Worauf Sie achten sollten: Der Qualitätsverkauf

Neben der BiPRO spielt auch der Qualitätsverkauf in der Krankenvollversicherung eine wichtige Rolle. Carsten Bernd, Regionalleiter des Versicherungskammer Maklermanagements und Michael Eschner, Geschäftsführer der is-protect GmbH und Versicherungsmakler, berichteten im Workshop der digital DKM mehr dazu.

„Ein Qualitätsverkauf findet dann statt, wenn PKV-Tarife Top-Leistungen erbringen. Im Gegensatz zu Tarifen mit geringerer Leistung, müssen Vermittler diese allerdings auch vollumfänglich erklären, damit der Kunde die Leistungsunterschiede sofort erkennt.“ – Michael Eschner

Der Hauptreferent erklärt die wichtigsten Leistungskriterien einer Krankenvollversicherung. Warum der Geschäftsführer der is-protect GmbH der Meinung ist, dass Heilmittel einer der meist unterschätzten Themen in der PKV-Beratung sind? Anhand eines Praxisbeispiels begründet er mit Zahlen und Fakten ausführlich seine Aussage. Auch prominente Beispiele wie Michael Schumacher seien laut ihm der Beweis für die Wichtigkeit von Heilmitteln.

Michael Eschner geht in seinem Workshop neben Heilmittel auch auf die Themen keine Begrenzung der GOÄ/GOZ auf den Höchstsatz sowie den offenen Hilfsmittelkatalog ein.

„Der Vortrag liefert den Teilnehmern anhand von Leistungsbeispielen Argumente für den Verkauf von Premiumprodukten.“ – Carsten Bernd

Titelbild: © Versicherungskammer Maklermanagement Kranken

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Die gebürtige Allgäuerin ist mittlerweile nicht mehr nur in der Medien- und Kommunikationsbranche zu Hause, sondern fühlt sich auch in München wohl. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur in den Bergen oder beim Salsa auf dem Tanzparkett. Bei NewFinance dreht sich bei ihr dagegen alles um redaktionelle Inhalte im Onlinebereich.