Franziska Zepf im Interview: So arbeiten Makler richtig mit Instagram

Franziska Zepf Premiusmakler Instragram

Instagram ist und bleibt ein Hype-Medium. Medien- und Kommunikationsprofis erklären Maklern immer wieder, dass sie diesen wertvollen Kanal anzapfen sollten. Aber wie geht das überhaupt? Das kann nur jemand vom Fach erklären. Deswegen haben wir mit der Maklerin Franziska Zepf gesprochen. Sie ist sehr aktiv auf Instagram und gewährt uns einen exklusiven Einblick in ihre Arbeit mit dem Kanal. Wir wollten von ihr wissen: Wie setzt sie ihn ein? Und viel wichtiger: Lohnt sich das überhaupt?

Redaktion: Frau Zepf, Sie nutzen bereits seit einigen Jahren Instagram. Wann haben Sie angefangen, auch beruflichen Content über die Plattform zu teilen?

Franziska Zepf: Das muss so im Januar 2019 gewesen sein. Durch die Selbstständigkeit waren allerdings immer schon auch auf meinem Instagram Account berufliche Inhalte zu sehen. Denn mein Beruf macht mich natürlich auch zu großen Teilen aus. Dieser Übergang von privat zu beruflich war auch eine ganz bewusste Entscheidung. Seitdem trage ich mit voller Absicht mein Leben und meinen Berufsstand in die Welt.

 

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Nach so einem Wochenende merke ich immer, wie gerne ich einfach auch von zuhause aus arbeite! In der Jogginghose, bewaffnet mit Tee und Laptop ☕️ Allerdings kann ich das nicht auf Dauer. Da vermische ich Arbeit und Privates dauernd und bin auch nicht immer so produktiv 🙈 Ich für mich habe erkannt, dass ich ein schönes großes Büro brauche um richtig in den Arbeitsfluss zu kommen, aber wenn es um kreativere Aufgaben geht, gönne ich mir einen Tag Homeoffice! ☺️ Also mein Tipp, falls ihr diese Situation kennt, beobachtet euer Arbeitsverhalten ganz genau und prüft kritisch, was ich von wo aus besser schafft. Kennt ihr das? Braucht ihr auch die Mischung? Oder lasst ihr die Arbeit lieber fern von zuhause? 📸 @leoni_caro #homeoffice oder #noofficeathome ❌ Anzeige

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Redaktion: Wie war denn die Resonanz bisher auf Ihren Instagram Auftritt? Profitieren Sie davon beruflich?

Franziska Zepf: Absolut! Die Leute, die mir folgen waren von Anfang an sehr offen für Einblicke in mein Berufsleben und die gesamte Thematik. Auch schon, als ich das Ganze noch nicht gezielt beruflich gemacht habe. Nach einer geraumen Zeit identifiziert man natürlich auch die Menschen mit ihrer Tätigkeit. In meinem Fall war das eben die Maklerin. Insgesamt muss ich sagen, dass es sehr hilfreich für mich ist.

Redaktion: Hilfreich für die Neukundenakquise oder die Bestandskundenpflege?

Franziska Zepf: Instagram eignet sich einfach gut, um Beziehung aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Das geht auch aus den Kundenbefragungen hervor, die wir regelmäßig durchführen. Die Kunden sagen dann beispielsweise immer wieder, dass es sich vertraut anfühlt, wenn sie eine Instagram-Story aus meinem Alltag ansehen.

„Instagram eignet sich einfach gut, um Beziehung aufzubauen und aufrecht zu erhalten.“

Redaktion: Und Kontakte zu Kollegen?

Franziska Zepf: Auch das funktioniert wirklich gut. Ich habe wirklich schon gute Kontakte über Instagram knüpfen können. Diese Branchenkollegen können auch mal eine Ventillösung darstellen, insofern ist das wirklich hilfreich.

Redaktion: Wer kommt denn über Instagram zu Ihnen? Welche Zielgruppe sucht da Kontakt? Und wie alt ist die?

Franziska Zepf: Alterstechnisch bewegen wir uns da zwischen 20 und Ende 30. Hauptsächlich Frauen, wobei ich auch glaube, dass das an meiner Person liegt. Darunter viele Existenzgründerinnen. Aber auch generell viele Frauen, bei denen sich im Leben etwas Elementares ändert. Also beispielsweise Familiengründung oder ein neuer Job. Dahinter liegt zumeist der Gedanke: „Jetzt habe ich einen neuen Punkt in meinem Leben erreicht, da sollte ich auch mal meine Versicherungen überdenken.“ Diese Zielgruppe scheint sich gut mit mir identifizieren zu können und kommt deshalb oft über Instagram zu mir.

Redaktion: Wie ist Ihre Vorgehensweise beim Posten? Haben Sie einen Plan? Oder einfach immer gerade das, was Ihnen in den Kopf kommt?

Franziska Zepf: Ich habe einen ganz genauen Plan, was ich tun will. Ich schreibe meine Postings eine Woche im Voraus. Dazu nutze ich technische Hilfsmittel, also Apps, in denen ich meinen Redaktionsplan ganz genau einpflege. Allerdings bin ich jetzt in einer Übergangsphase. Instagram habe ich bisher nur ganz allein getestet, ohne meine Mitarbeiter. Mein Team wollte ich erstmal schützen und selbst das Versuchskaninchen sein. Schließlich ist die Entscheidung, ob und was man im Netz teilt, keine leichtfertige. Wir sind aber aktuell dabei, einen Account nur für das Thema Versicherungen und unser Makler-Büro anzulegen. Der wird dann nochmal deutlich durchgeplanter sein.

Redaktion: Werden Sie Ihren privaten Account weiter beruflich nutzen?

Franziska Zepf: Ganz klares „Ja“! Der ist mittlerweile so toll gepflegt und die Follower sind so aktiv, dass ich den Account in gar keinem Fall vernachlässigen werde.

Redaktion: Welche Faktoren sollten Kolleginnen und Kollegen in jedem Fall berücksichtigen, wenn Sie über die Nutzung von Instagram nachdenken?

Franziska Zepf: Natürlich muss man sich erstmal darüber bewusst sein, dass jeder Mensch sehen kann, was man teilt. Und es gibt nun mal Menschen, die einem nicht unbedingt wohl gesonnen sind. Da braucht man vielleicht auch mal ein dickes Fell, obwohl ich da selbst bisher Glück hatte. Eine spontane Bauchentscheidung bei Postings ist keine gute Idee. Daher ist hier Planung und Strategie total wichtig. Deswegen sollte man es nicht halbherzig, sondern wirklich ernsthaft angehen. Die Zielgruppe definieren, Pläne aufstellen und vieles mehr.

„Ein halbgarer Account ist sogar eher negativ aus meiner Sicht. Es ist wie mit allem, was man geschäftlich macht.“

Redaktion: Das hört sich alles zeitintensiv an. Mit welchem Aufwand muss ich denn rechnen, wenn ich einen Account aufsetzen und pflegen will?

Franziska Zepf: Meiner Meinung nach ist der Aufwand wirklich überschaubar. Ich mache es folgendermaßen: Am Freitag bin ich nicht im Büro, sondern mache häufig Home Office. Den Tag nutze ich genau für solche Dinge. Da setze ich mich hin, circa zwei Stunden, und schreibe meine Texte vor für sieben bis zehn Tage. Wobei ich das eher als Zeit veranschlagen würde, wenn man schon geübt ist und die richtigen Tools nutzt. Wer noch „Anfänger“ ist und sich erst etwas reinarbeiten muss, der sollte mit ein bis zwei Stündchen mehr die Woche rechnen. 

Redaktion: Frau Zepf, vielen Dank für diese spannenden Einblicke!

Franziska Zepf: Sehr gerne, es hat mich sehr gefreut!

Und übrigens: Franziska Zepf ist Kandidaten beim Jungmakler Award 2019.

Titelbild: © Franziska Zepf, Premiusmakler.de

Konstantin von Essen
Exil-Hamburger, dem es an der Isar überraschend gut gefällt. Entschied sich nach dem Politik- und Geschichtsstudium in der schwäbischen Provinz gegen die Karriere als Taxifahrer. Und ist seit 2017 Redakteur der NewFinance Mediengesellschaft.

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