König der Berge: Wenn das Wintermärchen zum Albtraum wird

Skiunfall im Ausland - so hilft die Auslandskrankenversicherung
Skiunfall im Ausland

Für Wintersportbegeisterte gibt es kaum eine größeres Glück als das Jahr in den Bergen und auf der Piste einzuleiten. Egal ob alpin Ski, Langlauf, Schneeschuhwandern oder Skitouren – die verschneite Berglandschaft genießen, tief durchatmen und dabei richtig ausspannen lautet die Devise. Inmitten des Winterwonderlands vergessen viele Wintersportler nur allzu gern die Risiken, die ein Skiurlaub mit sich bringt. Besonders bei alpinen Abfahrten mit Ski oder Snowboard kommt es vergleichsweise häufig zu Unfällen. Die Folgen können nicht nur Verstauchungen und Knochenbrüche sein. Vor allem bei einem Skiunfall im Ausland kommen auch noch ganz unerwartet finanzielle Belastungen auf den Patienten zu.

Die liebsten Skidestinationen der Deutschen

Unangefochtene Nummer eins für Skireisen ist nach wie vor Österreich. Fast die Hälfte der deutschen Skifahrer zieht es für ihren Winterurlaub Jahr für Jahr in das Nachbarland mit seiner Vielzahl an Skigebieten.

Ebenfalls weit oben auf der Liste stehen Italien und die Schweiz. In der Skisaison 2018/19 wurden beispielsweise 24,9 Millionen Skier-days  – Ersteintritte an Liftanlagen pro Person und Tag – in den Schweizer Skigebieten verzeichnet. Und auch Bella Italia ist nicht nur im Sommer, sondern besonders im Winter für la dolce vita auf den Pisten bekannt. Mehr als zwölf Prozent der Skifahrer entscheiden sich jährlich, ihren Winterurlaub in Italien zu verbringen.

Risikofaktor „Mensch“

Einem langen Wochenende mit Schneespaß und Hüttengaudi sollte also nichts im Wege stehen – wären da nicht die immer weiter steigenden Zahlen an Skiunfällen im Ausland. Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge verletzen sich pro Skisaison mehr als 40.000 Deutsche. Schuld daran sind laut Ambulanzflugzentrale in den meisten Fällen die Sportler selbst.

Die größten Risikofaktoren sind:

  • ein eigener Fahrfehler
  • die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten
  • die falsche Einschätzung der Pistenverhältnisse
  • die rücksichtslose Fahrweise anderer Skifahrer
  • der unkontrollierte Fahrstil von Anfängern
  • die Fahrt unter Alkoholeinfluss nach dem Après-Ski

Teure Talfahrt

Da Wintersportler die Berge oftmals in sehr hohem Tempo hinabsausen, enden Unfälle nicht selten mit ernsthaften Verletzungen wie Knochenbrüchen, Bänderrissen oder gar Schädel-Hirn-Traumata. In solchen Fällen ist der Patient nicht mehr eigenständig in der Lage, die Piste zu verlassen. Da die schönsten Skigebiete ohnehin nur sehr schwer erreichbar (und tief verschneit) sind, kommt hier oft ein Hubschrauber zum Einsatz. Von diesem Punkt an könnte es für die Betroffenen teuer werden.

In Deutschland übernimmt Rettungseinsätze bei Verletzungen üblicherweise die Krankenkasse, egal ob privat oder gesetzlich. Bei einem Skiunfall im Ausland sieht es allerdings etwas anders aus: Ob die Kosten für eine Rettung von der deutschen Krankenkasse übernommen werden, ist von den Bestimmungen im jeweiligen Land abhängig. Hat ein deutscher Skifahrer beispielsweise einen Unfall in Österreich, übernimmt seine Krankenkasse auch nur die Kosten, die eine österreichische Krankenkasse für ihre Versicherten bezahlen müsste.

Saftige Rechnungen in Österreich und der Schweiz

In den meisten Alpenländern bieten die gesetzlichen Kassen deutlich weniger Leistungen als in Deutschland. Dem Online-Reiseführer für Skiurlaub www.schneehoehen.de zufolge werden in der beliebtesten Skidestination Österreich die Rettungskosten bei Ski-Unfällen oft gar nicht bezahlt. Die Kosten für einen Helikoptereinsatz belaufen sich schnell auf vierstellige Summen. Im Schnitt muss der Patient mit rund 3.500 Euro rechnen. In der Schweiz zahlt die Krankenkasse bei medizinischen Rettungseinsätzen bis zu einem Höchstsatz von 5.000 Schweizer Franken.

Vermittler mit passionierten Wintersportlern im Kundenstamm haben mit dem Thema Wintersport unmittelbare Ansatzpunkte für ihre Kommunikation. Egal ob im Newsletter, über Social Media oder im persönlichen Gespräch. Empfehlungen wie der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung sind zur Absicherung der finanziellen Risiken ein guter, einfacher Tipp. So tragen Wintersportler im Notfall die Behandlungskosten nicht selbst und die Versicherung übernimmt darüber hinaus auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Außerdem bieten sich cross-selling Potenziale in den Bereichen Risikolebensversicherung, Unfallversicherung oder Arbeitskraftsicherung.

Titelbild: ©Frédéric Prochasson/ stock.adobe.com

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie hier Ihre Nachricht ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein