Robert Zimmerer: „Das Thema Pflege-Vorsorge bleibt auf der Agenda”

Maklerwerkstatt_Zimmerer
Maklerwerkstatt_Zimmerer

Ab 8. Juli, also in knapp sechs Wochen, heißt es wieder: Willkommen in der Maklerwerkstatt! Das Versicherungskammer Maklermanagement Kranken präsentiert vier interaktive Werkbänke mit Experten aus unterschiedlichsten Branchen und Dienstleistungen. Für das Schwerpunktthema Weiterbildung haben wir in diesem Jahr den Münchner Berater Robert Zimmerer als Experten eingeladen. Welches Weiterbildungs-Tool der Gründer und Geschäftsführende Gesellschafter der VitalSecur GmbH in der Maklerwerkstatt präsentiert, verrät er uns im Interview.

Unter diesem Link könnt Ihr Euch kostenlos zur Maklerwerkstatt 2019 anmelden!

Redaktion: Herr Zimmerer, welches Thema haben Sie für die Maklerwerkstatt 2019 im Gepäck?

Robert Zimmerer: Der offizielle Vortragstitel lautet Vorsorgeberater/in Pflege (IHK) – IDD-konforme Qualifizierung mit IHK-Zertifikat“. Was beim ersten Hinhören sehr bürokratisch klingt, ist für mich jedoch eine echte Herzensangelegenheit. Denn das Thema Pflege-Vorsorge bleibt auf der Agenda. Der über das Versicherungskammer Maklermanagement Kranken initiierte Zertifikatslehrgang „Vorsorgeberater/in Pflege (IHK)“ der IHK Akademie München und Oberbayern gibt Vermittlern fachliche Tiefe und konkrete praktische Anwendung, um in einer Familie adäquate Vorsorge mit hoher Kompetenz umzusetzen.

Redaktion: Warum ist es ausgerechnet dieses Thema geworden?

Robert Zimmerer: Seit Inkrafttreten der IDD gibt es eine Weiterbildungspflicht für alle Versicherungsmakler und deren unmittelbar bei Vermittlung oder Beratung mitwirkenden Beschäftigte.

“Entscheidend für mich ist, dass alle betroffenen Personen die definierten 15 Zeitstunden nicht einfach absitzen oder über sich ergehen lassen. Vielmehr ist wichtig, dass die richtigen Inhalte für die Qualifikation ausgewählt werden und den Erfolg des Maklerunternehmens – sowohl persönlich als auch betriebswirtschaftlich – maximal fördern.”

Idealerweise trifft das auf zentrale Themen zu, die in die Breite des Makler-Kundenbestands getragen werden können, aber auch fokussiert zur Ansprache von Neukunden-Zielgruppen passen. Die finanzielle Vorsorge eines möglichen Pflegefalls in der Familie ist so ein zentrales Thema! Um das aus einem Guss anzubieten, habe ich für das Versicherungskammer Maklermanagement Kranken und die IHK Akademie München und Oberbayern den Lehrgang „Vorsorgeberater/in Pflege (IHK)“ entwickelt. Der Lehrgang wurde erfolgreich pilotiert und gehört seit vergangenem Herbst zum Weiterbildungs-Angebot des Versicherungskammer Maklermanagements Kranken.

Redaktion: Wieso ist das Thema Pflege so relevant für die Makler?

Robert Zimmerer: Im Lehrgang werden die Formate CBT, Webinare und Workshops kombiniert, die alle Facetten des Pflege-Themas mit Tiefenwirkung bearbeiten. Generelle Prämisse ist die leistbare, praktische Umsetzung durch den Teilnehmer in der Anwendung im jeweiligen Maklerunternehmen. Externe Referenten aus Pflege, Generationenberatung und Rahmenthemen (wie zum Beispiel rechtliche Vorsorge) agieren im Wechsel mit internen fachlichen Referenten des Versicherungskammer Maklermanagement Kranken.

Es passen also Inhalt, Format, die Wertigkeit des Zertifikatsgebers, eine durch den absolvierten Lehrgang für zwei Kalenderjahre erfüllte Weiterbildungsverpflichtung mit hoher betriebswirtschaftlicher Relevanz für das Maklerunternehmen zusammen! Win-Win in Reinkultur sozusagen.

Redaktion: Sie leiten nicht nur ein eigenes Unternehmen, sondern führen auch den Titel „Generationenberater (IHK)“. Was dürfen wir uns darunter vorstellen?

Robert Zimmerer: Die Generationenberatung ist ein systematisches Beratungsvorgehen, das die finanziellen Wechselwirkungen eines gesamten Familienverbunds transparent aufzeigt. Liquiditäts-, Informations- und Lösungsdefizite werden grafisch per Genogramm (auch als „Stammbaum-Analyse“ bekannt) analysiert. Daraus folgen Handlungsempfehlungen, die (sofern vom Kunden gewünscht) in einer Arbeitsteilung durch Experten der Finanzdienstleistung und gegebenenfalls weitere Experten (zum Beispiel Rechts- und Steuerberatung) – jeweils direkt zwischen Kunde und Berufsträger mandatiert – umgesetzt werden. Das geht durch alle finanzdienstleistungsrelevanten Themen wie zum Beispiel Arbeitskraftabsicherung, Pflege, oder auch Erben & Schenken in einem Familienverbund. Abschließend wird die Generationenberatung mit der Expertise aus zusätzlicher Steuer- und Rechtsberatung der entsprechenden Berufsträger verdichtet.

Zentrales Thema eines Generationenberaters ist die Pflege, da nicht nur „Alt“, sondern eben auch „Jung“ aus allen Generationen eines Familienverbunds davon emotional, finanziell und rechtlich betroffen sind. Außerdem bedingt jeder Pflegebedürftige meist mehrere Angehörige, die pflegen. Oft aus der Familie, oft plötzlich und unerwartet, oft ungeregelt und in vielen Fällen existenziell. Die Vereinbarkeit von Pflege und Familie beziehungsweise Familie und Beruf ist nur durch präventive Kommunikation und Vorbereitung im Familienverbund der Generationen leistbar. Emotional und finanziell – eben in einer Generationenberatung!

Redaktion: Vielen Dank, Herr Zimmerer, für Ihre interessanten Ausführungen. Und viel Erfolg mit Ihrem Fachvortrag zur Maklerwerkstatt!

Wer sich zum Thema Pflege-Vorsorge weiterbilden und Robert Zimmerer live erleben möchte, sollte sich möglichst bald zur Maklerwerkstatt 2019 anmelden. Am besten gleich hier:

München: 8. Juli 2019, Konzern Versicherungskammer

Jetzt für die Maklerwerkstatt in München kostenfrei anmelden.

Stuttgart: 10. Juli 2019, Garage229

Jetzt für die Maklerwerkstatt in Stuttgart kostenfrei anmelden.

Düsseldorf: 12. Juli 2019, BOUI BOUI BILK

Jetzt für die Maklerwerkstatt in Düsseldorf kostenfrei anmelden.

Titelbild: © Robert Zimmerer / VitalSecur GmbH

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie hier Ihre Nachricht ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein