Pflegelücke: Wer heute pflegt, ist morgen arm

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Pflegelücke: Wer heute pflegt, ist morgen arm
Pflegelücke: Wer heute pflegt, ist morgen arm

Krankheit. Unfall. Älterwerden. Pflege. Themen, die wir lieber verdrängen anstatt verarbeiten. Und doch früher oder später jeden von uns betreffen. Direkt oder indirekt.

Laut dem Statischen Bundesamt sind über 80.000 Deutsche unter 15 Jahren pflegebedürftig. Über 300.000 zwischen 15 und 60 Jahren. Bei den 85-Jährigen erhalten bereits über 590.000 Menschen Pflegeleistungen. 395.000 davon werden zuhause gepflegt. Knapp 146.000 vollstationär in Heimen. Was kostet Pflege? Und wie können Kunden die drohende Pflegelücke verhindern?

Kostenwahnsinn: Pflegeheim

Die Kosten für ein Pflegeheim variieren von Bundesland zu Bundesland. Im Bundesdurchschnitt betragen die Pflegeheimkosten 1.700 Euro. Diese setzen sich aus dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (kurz eeE), Unterbringungs- und Verpflegungs-Kosten sowie den Heiminvestitionen zusammen. So ist der eeE mit etwa 870 Euro im Saarland am höchsten. Mit den zusätzlichen Kosten beträgt der selbstzutragende Eigenanteil insgesamt 2.071 Euro – pro Monat!

Anders hier: In Mecklenburg-Vorpommern (knapp 1.104 Euro), Sachsen-Anhalt (circa 1.108 Euro) und Sachsen (knapp 1.144 Euro) liegen die Gesamtkosten weit unter dem Durchschnitt. Baden-Württemberg mit 1.893 Euro deutlich drüber. Bei diesen Zahlen sind übrigens die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bereits abgezogen. Hier ein Gesamtüberblick.

Wer heute pflegt, ist morgen arm

Bei der ambulanten Pflege liegen keine konkreten Zahlen vor. Sie sind grob einschätzbar und richten sich nach der Art der Versorgung: Übernehmen diese die Angehörigen oder ein ambulanter Pflegedienst? Vielleicht auch eine Kombination aus beidem? Stiftung Warentest hat den Finanzbedarf für professionelle, ambulante Pflege wie folgt ermittelt: 530 Euro im Monat, bei Pflegestufe I. Bei Pflegestufe III sogar monatlich bis zu 2.320 Euro.

Und nicht zu vergessen: Betroffene Angehörige haben meist wenig Geld für einen möglichen Pflegefall zur Verfügung. Grundsätzlich dürfen ehrenamtlich Pflegende auf einen Rentenzuschlag hoffen. Der beträgt bis zu 29,30 Euro im Monat. Wer pflegt, darf jedoch nicht mehr als 30 Stunden die Woche arbeiten. Und wer Vollzeit engagiert ist, hat nicht die Zeit weiter arbeiten zu gehen, ist eventuell auf Hartz IV angewiesen und kann oft nicht weiter in die Rentenkasse einzahlen. „Wer heute pflegt, ist morgen arm“, sagt daher Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz gegenüber dem Magazin Focus. Drohende Altersarmut betrifft vor allem Frauen, da sie am häufigsten die Hauptpflegepersonen sind.

Pflegelücke mit der Pflegetagegeldversicherung schließen

Leistung vom ersten Tag an: PflegePRIVAT

Nicht jede Rente schließt die oben genannte Pflegelücke. Und zum Pflegefall kann jeder werden. Für den Fall der Fälle kann die richtige Vorsorge helfen.

Die Bayerische Beamtenkrankenkasse und die UKV – Union Krankenversicherung erbringen ihre Leistungen sofort, schnell und transparent: Mit den zwei Pflegetagegeldversicherungen PflegePRIVAT Premium und PflegePRIVAT Premium Plus.

Diese Produkte leisten bereits vom ersten Tag an in allen fünf Pflegegraden. Und auch bei verspäteter Antragstellung kommen die Tarife rückwirkend ab dem Tag der ärztlichen Feststellung der Pflegebedürftigkeit zum Tragen. Versicherte profitieren außerdem von folgenden Vorteilen:

  • keine Wartezeit
  • weltweiter Versicherungsschutz
  • Dynamisierung bis zum Höchstalter von 80 Jahren, sogar im Leistungsfall

Rechnet hier ganz einfach für Eure Kunden den monatlichen Gesamtbeitrag im jeweiligen Tarif aus und fordert gemeinsam ein individuelles Angebot an.

Titelbild: © Kzenon

3 Kommentare

  1. Pflege ist schon ein wichtiges Thema! Aber einfach nicht mein Geschäftsgebiet. Die bKV interessiert mich sehr! Könnt ihr Studien zur bKV bringen? Wie kann ich Firmenchefs von der bKV überzeugen? Alle wollen nur bAV :-(…

  2. […] Übernehmen Kinder die Betreuung ihrer Eltern selbst, geschieht das meist aus der Liebe zu den Eltern, dem Pflichtgefühl oder der Verbundenheit. Aber als nicht ausgebildeter Angehöriger kann die Pflege emotional eine starke Belastung sein. Ebenso wie körperlich, je nach Stadium der Erkrankung. Insbesondere bei Demenz-Patienten. Gleichzeitig bedeutet die Vollzeit-Pflege der Eltern auch, dass ein Einkommen verloren geht. Für viele Angehörige wird die Pflege so zum Armutsrisiko. […]

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