“Pflege im Quartier”: Melanie Hanemann im Interview über den Pflegeinnovationspreis

Pflegeinnovationspreis
Pflegeinnovationspreis

Ob die immer größer werdende Finanzierungslücke oder die steigende Anzahl der Patienten, die Problematik im Bereich Pflege ist allgegenwärtig und wird auch in Zukunft von enormer Wichtigkeit sein. Um die Beteiligung und Anregungen zu diesem Thema zu fördern, hat die UKV – Union Krankenversicherung den „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe“ eingeführt. Im Frühjahr 2020 wird dieser Award bereits zum vierten Mal vergeben. Im Interview erläutert Pflegeinnovationspreis-Projektleiterin Melanie Hanemann die Gründe für die Einführung des Preises, die Teilnahmebedingungen sowie das Konzept “Pflege im Quartier”.

Redaktion: Frau Hanemann, seit 2017 fördert die UKV – Union Krankenversicherung besondere soziale Projekte mit dem Pflegeinnovationspreis. Welche Motivation liegt dahinter?

Melanie Hanemann: Das Thema Pflege hat heute Konjunktur, regelmäßig liest man darüber. Wir haben die große Bedeutung des Themas bereits vor Jahren erkannt. Gute Pflege ist für uns ein wichtiges Anliegen und Zukunftsfeld. Daher haben wir vor vier Jahren einen Preis für innovative Projekte in der Pflege ins Leben gerufen. Mit dem „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe“ fördern wir ganz konkret neue, flexible Lösungen für den demografischen Wandel.

Redaktion: Es geht dabei immer um „Pflege im Quartier“. Was genau bedeutet das?

Melanie Hanemann: Im vertrauten Umfeld alt und, wenn notwendig, auch dort gepflegt werden – das möchten die meisten Menschen. Mit dem vertrauten Umfeld ist das eigene Dorf gemeint, der Stadtteil, der Kiez – oder allgemein ausgedrückt: das Quartier. So genannte „Quartiersprojekte“ wollen pflegebedürftigen Menschen ein selbstständiges und umsorgtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen. Dafür müssen bezahlbare Pflege- und andere Hilfsangebote organisiert werden, genau auf den Bedarf vor Ort ausgerichtet. Das funktioniert, braucht aber jede Menge ehrenamtliches Engagement.

Redaktion: Wer kann sich für den Preis bewerben?

Melanie Hanemann: Projekte, Institutionen oder Vereine, die sich der quartiersnahen Pflege widmen, können sich direkt bewerben oder vorgeschlagen werden. Das heißt für Makler: Der Pflegeinnovationspreis bietet eine tolle Möglichkeit, ein besonderes soziales Projekt aus dem eigenen Geschäftsgebiet aktiv zu unterstützen. Wer so ein Projekt kennt, sollte diese Chance nutzen und einen Vorschlag einreichen. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Man braucht nur auf ukv.de/pflegepreis ein Formular ausfüllen, was mit wenigen Angaben erledigt ist. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30. November 2019.

Redaktion: Welche Jury entscheidet über die Preisvergabe? Und nach welchen Kriterien?

Melanie Hanemann: Wir haben eine erstklassige Jury. Sie besteht aus acht Experten aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Politik und Wirtschaft. Auch der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus ist dabei, ebenso wie Dr. Ulrich Netzer, Präsident des Sparkassenverbands Bayern. Die Experten beurteilen die Bewerbungen nach festgelegten Vorgaben. Die Hauptkriterien sind die Innovationskraft der Projekte, ihre Relevanz als Vorreiter, ihre Zukunftsfähigkeit sowie gesellschaftliche Aspekte.

Pflegeinnovationspreis 2020

Das Bewerbungsverfahren läuft bereits. Bei Interesse finden Sie weitere Informationen sowie das Anmeldeformular unter diesem Link.

Unseren Beitrag über den Gewinner des Preises aus diesem Jahr finden Sie hier.

Titelbild: © Versicherungskammer Maklermanagement Kranken

1 Kommentar

  1. […] Seit mittlerweile drei Jahren fördert daher die UKV-Union Krankenversicherung besondere Pflegeprojekte mit dem „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe“. Auch 2020 vergibt der Krankenversicherer im Rahmen des Deutschen Pflegetpreises diese Auszeichnung – und mit ihr einen Scheck über 10.000 Euro. Noch bis zum 30. November 2019 können sich Projektmitarbeiter und -verantwortliche anmelden. Voraussetzung: Das Projekt widmet sich der „Pflege im Quartier“. Das heißt: Pflegebedürftige haben die Möglichkeit im vertrauten Umfeld zu leben. Das kann „das eigene Dorf, der Stadtteil, der Kiez“ sein, erklärt die Projektleiterin für die UKV, Melanie Hanemann. […]

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