Objektive Key Results: Erfolgsrezept aus dem Silicon Valley

OKR: Erfolgsrezept aus dem Silicon Valley
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1968: Andy Grove, Intel-CEO und Mitgründer, entwickelt eine neue Management-Strategie für eine bessere Zielsetzung und -verfolgung innerhalb von Unternehmen. Diese Methode nennt er OKR (Objektive and Key Results). Von Intel aus breiteten sich OKR immer mehr aus. Medium zufolge benutzen sie mittlerweile auch die größten Tech-Firmen wie Google und Zynga. Eignet sich diese Methode für Vermittler und ihre Unternehmen? Wie können sie sie anwenden?

Was sind OKRs?

Der Sinn von OKR ist es, das Unternehmen, das Team und persönliche Ziele in messbaren Resultaten zu verbinden – und sie gemeinsam in eine Richtung zu lenken. Um eine OKR-Strategie im Unternehmen einzusetzen, können diese mittlerweile auf eine darauf spezialisierte Software zurückgreifen.

Wie funktionieren OKR?

Die Kernidee ist simpel: Ich verfolge das Ziel A und will dabei das Schlüsselergebnis B erreichen. Das Ziel ist dabei eine leicht zu merkende Beschreibung dessen, was das Unternehmen erreichen will. Es sollte generell kurz und inspirierend sein, empfiehlt Weekdone. Jedes Ziel sollte das Team motivieren und herausfordern. Die Ergebnisse wiederum stellen eine Messeinheit für den Fortschritt dar. Für jedes Ziel gibt es zwei bis fünf Ergebnisse – werden es zu viele, kann es passieren, dass das Team sie sich nicht alle merken kann.

Ein Beispiel: Das Maklerunternehmen C setzt sich zum Ziel A, eine hervorragende Customer Experience zu bieten. Zu den Ergebnissen B kann etwa eine gute Online-Bewertung gehören. Fühlen sich die Kunden so gut, dass sie das Unternehmen empfehlen und wieder besuchen würden? Wie erreichen Sie dieses Ziel? Hierfür haben wir auf unserem Blog verschiedene Tipps gesammelt.

Was sind die Vorteile von OKR?

Die „Objektive Key Result“-Methode sorgt für eine größere Flexibilität bei der Unternehmensplanung, befindet der OKR-Trainer Felipe Castro. Wer sich kurzfristigere Ziele setzt, durchlaufe die einzelnen Zyklen der Zielfindung schneller und könne sich so besser an eventuelle Veränderungen am Markt oder im Unternehmen anpassen. Außerdem profitiere das Unternehmen von Zeitersparnis – bei einfachen, klar gesetzten Zielen gehe weniger Zeit für einen komplizierten Planungsprozess verloren. Gleichzeitig sei die Kommunikation klarer und die Mitarbeiter verstehen die gesetzten Ziele besser, was sich ebenfalls positiv auf deren Produktivität auswirken kann. Verantwortung und Autonomie sind weitere wichtige Punkte der OKR-Methode. Weil Mitarbeiter-Teams klare Anweisungen erhalten und beim Erreichen ihrer Ziele weitestgehend frei sind, entstünden klare Erfolgskriterien, die innerhalb der Firma bekannt sind. Das sorge für gegenseitige Verpflichtungen.

Ein OKR-Zyklus im Überblick

Für gewöhnlich beginnt ein OKR-Zyklus mit der Zielsetzung. Hierbei ist es allerdings wichtig, nicht nur den Geschäftsinhaber zu Wort kommen zu lassen, sondern auch dem Team eine Stimme zu geben. „Der Erfolg eines Unternehmens kommt von vielen verschiedenen Menschen auf verschiedenen Ebenen des Unternehmens. Darum muss der Arbeitsprozess so gestaltet sein, dass Ideen aus allen Ecken der Organisation berücksichtigt werden“, schrieb der Business Consultant Keith R. McFarland bereits 2008.

Danach folgen diese Schritte:

  • Die Führung sammelt Feedback aus dem Team und entwickelt die OKRs des Unternehmens
  • Mitarbeiter entwickeln jeweils für sich taktische OKRs und beziehen dabei auch die Meinung von „oben“ ein
  • Außerdem prüfen die Mitarbeiter, ob ihre gesetzten OKRs zusammenpassen und wie sie miteinander verflochten sind
  • Wöchentliche Checks helfen dabei, Resultate zu prüfen und, wenn nötig, neue Maßnahmen zu treffen
  • Bei Mitarbeitern, die ihre OKRs vierteljährlich setzen, ist ein Check nach anderthalb Monaten angebracht
  • Am Ende des Zyklus hat das Team neue Einsichten gewonnen und dazugelernt, also werden neue Ziele gesetzt

Auch bietet sich dem Vermittler und seinem Team hier die Möglichkeit, bestimmte Praktiken einzustellen oder neue aufzunehmen – je nachdem, von welchen das Unternehmen profitiert. Und sollten OKRs auf der Strecke bleiben und nicht erreicht werden, so gilt es auch hier neu zu evaluieren. Sind die gesetzten Ziele noch zeitgemäß? Auf diese Weise können Vermittler ihre Arbeitsweise stets effizient und “frisch” halten.

Titelbild: ©Nicolas/ stock.adobe.com

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