Facebook & Co.: Nicht jedes soziale Netzwerk ist für Vermittler geeignet

Facebook

Selbstvermarktung über Social-Media-Kanäle ist das Gebot der Stunde. Noch nie war es so günstig, Reichweite zu schaffen, wie über soziale Netzwerke. Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest oder Snapchat. Unterschiedliche Plattformen und verschiedene Zielgruppen. Der Selbstvermarktung sind keine Grenzen gesetzt. Den Erfolgsaussichten allerdings schon. Insbesondere der Finanz- und Versicherungsbranche kann die Präsenz in manchem Netzwerk das Genick brechen. Vermittler aufgepasst: Nicht jedes soziale Netzwerk ist für Euer Berufsfeld geeignet!

Der passende Deckel zum passenden Topf

Nicht jedes Unternehmen sollte auf Gedeih und Verderb in jedem Netzwerk aktiv sein. Dies geht aus der aktuellen “Wave9”-Studie der internationalen Media- und Werbeagentur Universal McCann hervor. Die Studie empfiehlt Unternehmen, sich auf wenige Netzwerke zu konzentrieren.

Die drei wichtigsten Fragen, die sich Vermittler vorab stellen sollten:
  • Gehören die Nutzer der Plattform zu meiner Zielgruppe?
  • Passen die Motive der Nutzer zu meiner Marke/ meinen angebotenen Produkten?
  • Entsprechen meine Inhalte den Anforderungen der Plattform?

Daumen hoch: Facebook und YouTube

Facebook hat sich zur regelrechten Allround-Plattform entwickelt. Das Netzwerk stellt Nutzern eine große Auswahl an Content-Formaten zur Verfügung. Videos, das Teilen von Beiträgen oder Live-Streamings zum Beispiel. Die Plattform hat sich zu einer News- und Meinungsplattform gemausert, die laut Studie vor allem die Finanzbranche nach Kräften für sich nutzt.

Ebenso geeignet für Vermittler ist YouTube. Bewegtbilder sagen mehr als tausend Worte, sie verleihen Vermittlern und ihren Produkten mehr Authentizität. Außerdem tragen Videos dem Leseverhalten der Deutschen im Internet Rechnung. Lange Textpassagen werden nach wie vor lieber in gedruckter Form gelesen. Das hat die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse AWA 2015 herausgefunden. Ein Text, der auf wenige Minuten zusammengefasst auf Video-Formaten festgehalten wird, kommt den Bedürfnissen potenzieller Kunden also entgegen.

Wer auf Facebook aktiv ist und viel zu sagen hat, sollte Twitter nicht außer Acht lassen. Vorzugsweise von Journalisten genutzt, bietet sich die Plattform für eigene Pressemitteilungen an. Gut zu wissen: Beide Konten, Facebook und Twitter, können miteinander verknüpft werden. Postings, die auf Facebook abgesetzt werden, erscheinen zeitgleich und automatisiert auf Twitter.

Daumen runter: Instagram & Pinterest

Für Vermittler eher ungeeignet sind Foto-Plattformen wie Pinterest oder Instagram. Auch wenn letzteres derzeit mit rasanten Nutzerzuwächsen glänzt. Laut Studie spricht Pinterest vor allem Frauen im Alter von 25 bis 39 Jahren an. Die Plattform fungiert vor allem als Inspirations- oder Informationsquelle für Do-it-yourself-Anleitungen.

Hauptmotiv für Instagram-Nutzer ist die persönliche Selbstdarstellung. Es soll Models geben, die es ohne das Bild-Sharing-Portal nicht auf die Laufstege dieser Welt geschafft hätten. Prädestiniert also für Mode- und Lifestyle-Unternehmen

Als “das nächste große Ding” gilt Snapchat. Das Gros der Versicherungsbranchen ist allerdings skeptisch. Zu jung die Zielgruppe, zu kurzlebig die Beiträge, so die Begründung. MarKo Peterson, Berater für digitale Kommunikation hält sich lieber ein Hintertürchen offen:

Im Gegensatz zu einer Versicherung, wo die Empfehlung zu eigenständigen Snapchat-Aktivitäten ganz klar „Nein“ lautet, gilt für Makler oder Vermittler das allseits beliebte „Kommt drauf an“. Wenn man Sie als extrovertiert und unterhaltsam kennt und wenn Sie dazu noch eine sehr junge Zielgruppe haben, dann spricht nichts dagegen, dass Sie hier aktiv werden. Denn im Gegensatz zu einer Versicherung geht es bei Vermittlern / Maklern fast ausschließlich über die persönliche Ebene. 

Titelbild: © bernardbodo

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