Neukunden-Gewinnung via Xing: So geht’s!

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Xing

“Das Karrierenetzwerk boomt. Die Expansion nach Nordamerika ist zwar ein Wagnis, gelingt es den Hanseaten jedoch, in den USA Fuß zu fassen, könnte das Unternehmen in eine neue Dimension vorstoßen” (boerse-online.de)

Wer im Netz erfolgreich berufliche Kontakte knüpfen will, kommt schon lange nicht mehr an Xing vorbei. Anfangs für den Namen und die sich dahinter verbergenden unternehmerischen Ambitionen belächelt, hat sich das soziale Netzwerk zur Vorzeige-Kontaktbörse für das berufliche Fortkommen entwickelt. “Vor einigen Jahren klang das Wort Xing für deutsche Ohren irgendwie chinesisch – oder wie eine Mischung aus Niesen und Schniefen”, so Andreas Meyer, Redakteur auf boerse-online.de.

Xing dient allerdings nicht nur als virtuelle Visiten-Karte für Bewerber. Ein aussagekräftiges Profil spricht auch Neukunden an. Für Vermittler stehen die Chancen besonders gut potenzielle Kunden für sich zu gewinnen. Denn immerhin tummeln sich mittlerweile rund zwölf Millionen Nutzer auf der Plattform. Doch bevor es an die Selbstvermarktung geht, hier ein paar Tipps, worauf es dabei ankommt:

Der erste Schritt: die Profildetails

Die Angaben zu den Profildetails sind mit denen eines gängigen Lebenslaufs vergleichbar. Der erste Blick jedes Besuchers wandert auf Euer Foto. Entsprechend professionell sollte es sein. Halbprofil bis zur Schulterpartie ist erfahrungsgemäß die galanteste Form, Euch richtig in Szene zu setzen. Ob Schwarzweiß oder in Farbe ist dabei Geschmacksache.

Neben dem Bild erscheinen die Kurzinformationen. Diese werden allerdings häufig unterschätzt. Dabei ist die Angabe der Berufsbezeichnung besonders wichtig. Denn diese wird bei der Google-Suche in den Metadaten angezeigt. Von Vorteil ist eine Berufsbezeichnung, mit der Suchende auf den ersten Blick etwas anfangen können. Anglizismen schrecken viele Besucher zum Beispiel ab und wirken mitunter unglaubwürdig. Mit Ausnahme einiger spezifischer Branchen.

Um den Leser neugierig zu machen, bietet es sich an, dem Profil mit dem sogenannten Profilspruch eine persönliche Note zu verleihen. Ihr habt Sinn für Humor? Dann ist hier der richtige Platz dafür.

Ich biete/ ich suche…: Zwei Rubriken, die häufig mit Floskeln und einer unüberschaubaren Menge an Schlüsselwörtern regelrecht zugeschüttet sind. Der ein oder andere Nutzer gibt gern mehr als zehn Begriffe an. Doch nicht die Masse ist entscheidend. Zumal sich so manch potenzieller Neukunde durch die Anzahl der Qualifikationen schnell überfordert fühlen könnte. Auch wage Angaben wie “interessante Kontakte” unter der Rubrik “ich suche” führen kaum zum Ziel. Erfolgreicher sind konkrete, zum Teil auch in Sätzen ausformulierte Angaben. Um das Selbstmarketing an dieser Stelle noch zu verfeinern, ist auch hier Humor nicht fehl am Platz.

Unter dem Punkt Berufserfahrung sollten die wichtigsten Stationen in eurer beruflichen Laufbahn zu finden sein. Ebenso wie bei einer Bewerbung können erfahrene Vermittler Anfangsstationen wie Praktika aussparen. Wichtiger sind die jeweiligen Zusatzinformationen. Prestigeprojekte, Erfolge und weitere Details machen den Besucher neugierig. Zusätzliches Futter erhält der Punkt durch weitere Einzelheiten unter den Rubriken Ausbildung, Auszeichnungen oder im Reiter Portfolio.

Im Portfolio gilt, mit allem aufzutischen, was der Vermittler zu bieten hat. Ein Zertifikat über eine erfolgreich erworbene Zusatzqualifikation zum Beispiel. Ein Image-Video, Details zum aktuellen Projekt oder eine Informationsbroschüre zu den angebotenen Produkten.

Profil-Leichen vermeiden!

Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Anlegen des Profils nur der erste Schritt zum Neukunden ist. Die virtuelle Visitenkarte des Vermittlers sollte deshalb regelmäßig gepflegt werden. Indikatoren für Agilität und Bewegung auf dem Profil sind beispielsweise die Kennzahlen “Kontakte” und “Aktivität” direkt unter dem Profil-Foto. Eine Aktivität von beispielsweise 80 bis 100 Prozent suggeriert dem interessierten Besucher, dass er zeitnah mit einer Antwort auf eine erste Kontaktanfrage rechnen kann.

Es bietet sich außerdem an, dem Besucher zu zeigen, auf welchen Online-Portalen Vermittler noch aktiv sind. Möglich ist dies im Reiter “andere Profile im Netz”. Postings auf Twitter oder Facebook können damit direkt auf Xing angezeigt werden. Bloginhaber hinterlegen einfach ihren RSS-Feed. Jedes Mal, wenn Ihr auf Eurem Blog einen Beitrag veröffentlicht, wird dieser auf der Xing-Startseite Eurer Kontakte angezeigt. Dies funktioniert ebenso mit Fremdmedien. Damit macht Ihr regelmäßig auf Euch aufmerksam und bietet Euren Kontakten noch dazu einen interessanten Lesemehrwert.

Zum Unternehmen Xing AG

Über zwölf Millionen Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum. Damit bietet das Netzwerk dem großen Bruder LinkedIn in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich die Stirn. Rund 200.000 neue Kontakte werden auf Xing jeden Tag geknüpft, heißt es nach eigenen Angaben. Gegründet wurde das Hamburger Unternehmen 2003. Im vergangenen Jahr verbuchte das Netzwerk einen Umsatz von 149 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2017 legte Xing noch einmal 23 Prozent oben drauf. Tendenz steigend.

Titelbild: © Xing AG

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