Mika-App: Stütze für Krebspatienten während der Therapie

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Eine Krebserkrankung stellt nicht nur für Betroffene, sondern auch für die Angehörigen eine große Belastung dar. Als Gesundheitspartner sieht sich die Versicherungskammer in der Verantwortung, die Versicherten während ihrer Erkrankung beim Gesundwerden zu begleiten und einen zusätzlichen Service zu bieten. Die Versicherungskammer hat daher in einem Pilotprojekt die App “Mika” getestet, die Betroffenen als Unterstützung dient.

Die Mika-App ist von Ärzten mitentwickelt

Nach Herz-Kreislaufkrankheiten ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Laut Gesundheitsministerium erkranken jährlich insgesamt etwa 492.000 Menschen neu an Krebs. Aufgrund der Überalterung der Gesellschaft steigt die Zahl der Krebserkrankungen.

Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind auch die Heilungschancen. Dennoch kann die Therapie sehr kräftezehrend und belastend sein. Als Hilfestellung wurde 2017 die App Mika – Mein interaktiver Krebs-Assistent –  in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Charité Berlin, dem Universitätsklinikum Leipzig und dem NCT Heidelberg sowie ehemaligen Krebspatienten ins Leben gerufen wurde. Das Unternehmen dahinter heißt Fosanis. Mit der App können Betroffene ein Therapie-Tagebuch führen und haben so einen täglichen Check-Up. Die Daten sollen beim nächsten Arztbesuch die Beobachtung des Krankheitsverlaufs erleichtern. Zudem bekommen App-Nutzer Zugang zu medizinischen Informationen, um die Krebserkrankung und Krebstherapie besser verstehen zu können.

Im Herbst 2020 ist das Pilotprojekt gestartet

Die Versicherungskammer möchte ihren Versicherten während der Therapie beistehen und hat deshalb im Oktober 2020 das Pilotprojekt gestartet. „Wir haben betroffene Kunden angesprochen, ob sie die App nutzen möchten”, erklärt Rachel Breuer-Dang, Abteilungsleiterin Hochkostenmanagement und Product Owner Kundenlotse bei der Versicherungskammer Bayern, und verantwortlich für das Projekt. Die Rückmeldung sei bisher so positiv, dass sie das Pilotprojekt schon jetzt erweitern möchten.

Notwendig sei bei solch sensiblen Themen auch die psychosoziale Hilfe, verdeutlicht Rachel Breuer-Dang. „Die App bietet verifizierte Informationen zum Thema Krebs an.” Das sei umso wichtiger, da „viele Informationen im Internet veraltet sind oder Angst machen”. Um den Betroffenen diese Angst zu nehmen, sind die in der App angebotenen Artikel grundsätzlich positiver formuliert und bündeln Informationen zum Thema Krebs. Als psychische Stütze bieten Ärzte der Onkologie und Psychoonkologie Tipps rund um Achtsamkeit, Bewegung und Ernährung bei Krebs.

Die Mika-App ist eine DIGA-Anwendung

Das Angebot richtet sich an Versicherte, die an Krebs erkrankt sind. Da es sich um eine DIGA-Anwendung handelt, ist ein Aktivierungscode notwendig, um die App kostenfrei nutzen zu können. Den gibt die Versicherungskammer aus. Anders als in der Gesetzlichen Krankenversicherung können Kunden in der Versicherungskammer die App bei jeder Krebserkrankung nutzen.

Vermittler können ihre Kunden auf die Versicherungskammer als Ansprechpartner verweisen. Entweder unter der Telefonnummer 089/2160 8337 oder per E-Mail unter medizin@vkb.de. Auch Vermittler haben die Möglichkeit, sich diesbezüglich zu informieren.

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Titelbild: © Krakenimages.com/stockAdobe.com

Brigitte Mellert
Ihr Journalismus-Studium und ihre Redakteursausbildung zogen sie vor Jahren aus München weg nach Schwaben. Nun, zurück in der neuen alten Heimat, durchforstet sie als Online-Redakteurin die Finanzwelt nach spannenden Geschichten. Dort fündig geworden, verbringt sie ihre Freizeit am liebsten in der Natur auf dem Rad oder beim Wandern in den Bergen.