Weihnachtsmann für den Kunden spielen? Darauf müsst Ihr achten!

Kundengeschenke
Kundengeschenke

Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe. Geschenke verteilen und Geschenke bekommen ist für die meisten Menschen mittlerweile untrennbar mit Weihnachten verbunden. Aber nicht nur privat an Freunde und Familie. Auch im Geschäftsumfeld wird geschenkt, was das Zeug hält. Plant auch Ihr, Euren Kunden dieses Jahr eine kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen? Dann lest hier, was Ihr dabei beachten müsst.

Güldene Feder = grässlicher Fehler?

Zunächst kommt es natürlich ganz stark auf den Wert der Kundengeschenke an. Und je nachdem, welche Geschenkstrategie Ihr wählt (Günstiges für alle, oder Teures für ausgewählte Kunden), gibt es Unterschiede. Während etwa ein Kugelschreiber für einen geringen Cent-Betrag ganz und gar nicht problematisch ist, sieht das bei einem goldenen Mont-Blanc Füllfederhalter schon anders aus. Denn mit einem günstigen Kugelschreiber wird sich niemand bestechen lassen.

Die magischen 35 Euro

Als Unternehmer kommt es auf den Nettopreis an. Der Unternehmer kann ein Kundengeschenk bis 35,- Euro Nettowert pro Kunden im Jahr als Betriebsausgabe geltend machen. Außerdem ist der Vorsteuerabzug möglich. Überschreitet das Geschenk die Freigrenze, ist kein Betriebsausgabenabzug möglich und der Vorsteuerabzug entfällt ebenfalls. Eine Ausnahmeregel gibt es allerdings: Wenn das Geschenk ausschließlich für die berufliche Tätigkeit nutzbar ist, ist diese Freigrenze egal.

Steuern, Steuern, Steuern

Für den Empfänger ist es wichtig, das Geschenk wie eine Einnahme zu behandeln. Das bedeutet: Er muss diese offiziell verbuchen und ordnungsgemäß versteuern. Als Schenkender könnt Ihr diese Kosten aber auch für Euren Kunden übernehmen. Die steuerlichen Abgaben betragen dann 30 Prozent des Nettopreises plus 5,5 Prozent Soli und sieben Prozent Kirchensteuer. Ist Euch alles zu kompliziert? Falls ihr diese steuerlichen Schwierigkeiten umgehen wollt, dann schenkt doch einfach ein Geschenk unter einem Gesamtwert von zehn Euro. Denn dann entfällt die Steuer sowohl für den Schenkenden, wie auch für den Beschenkten. So spart Ihr Euch auch die Dokumentation Eurer Geschenke. In diesem Sinne: Ein fröhliches Schenken allerseits!

Titelbild: © jeny_lk

 

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