Körpersprache: Was Euer Gesicht verrät

Zur erfolgreichen Kommunikation zwischen Kunden und Vermittler gehört die Fähigkeit die Körpersprache des Gegenübers zu interpretieren und zielgerichtet einzusetzen. Die Sprache des Körpers unterstreicht das gesprochene Wort, macht die Kommunikation lebendig und legt die Bedürfnisse des Menschen offen. Eine zentrale Rolle spielt hierbei das Gesicht. Was Augen, Mund und Nase verraten, erfahrt Ihr im Folgenden.

Fenster zur Seele

Über Erfolg und Misserfolg eines Verkaufsgesprächs entscheidet in erster Linie der Augenkontakt. Den Blick zu halten, bedeutet, dem Gegenüber Zugang zur Seele zu gewähren. Ein offener und freundlicher Blick in die Augen vermittelt dem Kunden somit Vertrauen und stimmt ihn positiv. Der Vermittler unterstreicht damit, dass er nichts zu verbergen hat und verschafft dem Kunden im Verkaufsgespräch die nötige Sicherheit.

Fehlt der Blicktontakt oder wird er nicht lang genug gehalten, wertet der Kunde dies als Desinteresse oder Unsicherheit ab. Im schlimmsten Falle unterstellt er dem Vermittler fehlende Kompetenz. Missverständnisse und Unzufriedenheit sind die Folge. Der Blickkontakt ist demnach unverzichtbar für den gelungenen Gesprächsverlauf. Doch hierbei ist das Maß entscheidend. Wird der Augenkontakt zu lange gehalten, empfindet der Gesprächspartner die gesamte Situation schnell als bedrohlich. Die optimale Dauer des Augenkontakts beträgt laut einer Studie des University Colleges London 3,2 Sekunden.

Auch unentwegtes Blinzeln beim Zuhörer entlarvt laut Studienergebnissen: Ihn langweilt das, was der Gesprächspartner zu sagen hat.

Lächeln macht sympathisch

Lächeln macht sympathisch, befreit aus einer angespannten Situation und stellt zwischen Kunden und Vermittler ein Vertrauensverhältnis her. Lächeln setzt zudem Endorphine frei. Beide Gesprächspartner fühlen sich gelöst und entspannt. Der Effekt tritt ein, wenn das Lächeln echt ist, d.h. im Zusammenspiel mit den Augen erzeugt wird.

Bei einem echten Lächeln bilden sich kleine Fältchen an den Augenliedern, die Augen lachen mit. Ist das Lächeln aufgesetzt, werden keinerlei Muskeln um die Augenpartie aktiviert. Kaum ist das Lachen aus dem Gesicht verschwunden, wirkt es abrupt wie versteinert. Ebenso unglaubwürdig macht ein schiefes Lächeln. Menschen, die aus Gewohnheit nur einen Mundwinkel hochzuziehen, werden oft als arrogant oder zynisch eingeschätzt.

Finger weg!

Das Rümpfen der Nase ist ein deutliches Anzeichen für Missfallen oder Ablehnung. Der Mund bleibt in der Regel geschlossen und die Augen sind leicht zusammengekniffen. Ein Indiz für Stress, Anspannung oder Bedenken ist zum Beispiel der Griff des Daumens und des Zeigefingers an die Nasenwurzel.

Tipp

Die Mimik steuert das kommunikative Verhalten. Dies gilt auch für das Gespräch am Telefon. Wer bewusst darauf achtet am Telefon zu lächeln, beeinflusst seine Sprechweise positiv.

Titelbild: ©Rido

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