“Das Leben leichter machen”: mit dem Hilfsmittelmanagement der VKB

Hilfsmittelmanagement
Armin Graßer, Leitung Hilfsmittelmanagement bei der Versicherungskammer Bayern
Armin Graßer, Leitung Hilfsmittelmanagement bei der Versicherungskammer Bayern

Hörgeräte, Atemmasken, Krücken: Manche Lebenslagen erfordern Unterstützung. Unser Hilfsmittelmanagement kümmert sich darum, dass jeder Kunde schnell passende Hilfe bekommt. Die Redaktion hat mit Armin Graßer gesprochen, der die Abteilung leitet.

Bei Hilfsmitteln denken die meisten erstmal an Rollstühle und Krücken …

Armin Graßer: Damit liegen sie nicht falsch, allerdings gibt es noch viel mehr medizinische Hilfsmittel. Schon das Verzeichnis der gesetzlichen Kassen, an dem wir uns orientieren, beinhaltet über 20.000 Produkte. Das geht bei kleinen Dingen wie Kanülen, Kathetern, Blutdruckmessgeräten oder orthopädischen Schuheinlagen los und reicht bis zu Prothesen, Atemgeräte und Hörgeräte oder Rollstühle. Letztlich geht es um alles, was körperlich eingeschränkten Menschen das Leben erleichtert, Behinderungen vorbeugt oder Beeinträchtigungen ausgleicht.

Wie unterstützen Sie Kunden, die ein Hilfsmittel benötigen?

Armin Graßer: Wird vom Arzt ein teures Hilfsmittel ab etwa 500 Euro verordnet, können sich Kunden mit allen Fragen von der Auswahl bis zur Abrechnung an uns wenden. Wir haben Spezialisten für alle Fälle und sorgen dafür, dass der Kunde bei schweren Erkrankungen nach Möglichkeit immer denselben Ansprechpartner hat. Wir betreuen zum Beispiel viele Familien mit behinderten Kindern. Da hilft es, wenn der Sachbearbeiter die Situation schon kennt. Außerdem sind wir Mitglied im Qualitätsverbund Hilfsmittel und kooperieren bundesweit mit einer Reihe von Sanitätshäusern, Reha-Fachbetrieben und Anbietern von Medizintechnik. Alle müssen die Standards des Qualitätsverbundes erfüllen.

Wie profitieren Kunden von dieser Kooperation?

Armin Graßer: Sie können sich auf gesicherte Qualität, ausführliche Beratung und Kostenvorteile verlassen. Viele Kunden haben in ihren Tarifen einen Eigenanteil. Durch die Kooperationen reduzieren wir ihre finanzielle Belastung und indirekt auch die unserer Versicherung. Das hilft, Beitragserhöhungen zu vermeiden. Außerdem haben wir viele Sonderleistungen mit unseren Partnern vereinbart: Sie kommen zum Beispiel mit Geräten zum Testen ins Haus, wenn der Patient nicht mobil ist, führen kostenlose Hörtrainings zu Hörgeräten durch oder bieten Services wie Einweisungen, Wartung und Reparatur. Oft machen solche Kleinigkeiten den Unterschied und entscheiden darüber, ob ein Patient mit seinem Hilfsmittel glücklich wird.

Wie kann ich den Kunden unterstützen, wenn sein Arzt ein Hilfsmittel verordnet?

Armin Graßer: Bei hochpreisigen Hilfsmitteln meldet der Kunde sich am besten zunächst per E-Mail (hilfsmittel@vkb.de) oder Telefon (089-2160-8800) bei uns. Für Hilfsmittel gibt es keine Gebührenordnung oder Ähnliches, Preis- und Qualitätsunterschiede sind für den Laien oft nicht ersichtlich. Gute Beratung ist daher essenziell. Wer sich an uns wendet, kann außerdem die Kostenübernahme direkt klären und sich an unsere Partner verweisen lassen. Er sollte sich auch melden, wenn bereits ein Angebot von einem Sanitätshaus vorliegt. Dann können wir im Vorfeld mitteilen, welche Kosten wir übernehmen.

Eine vollständige Liste unserer Kooperationspartner finden Sie auch im Internet: www.vkb.de/hilfsmittel

Titelbild: © VKB

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