GuMo, BTW & Co.: ein Guide durch digitale Abkürzungen

digitale Abkürzungen
digitale Abkürzungen

„FYI: Müssen ASAP Deadline moven, aber GJ IMHO. Kümmerst du dich bis 1200 darum? Danach bin ich OoO. Und btw TGIF! Thx, G2G! LG“, Na, wer versteht, worauf wir hinaus wollen? Und nein, uns sind keine Rechtschreibfehler unterlaufen. Wer im Chat, sei es online am PC oder mobil via WhatsApp unterwegs ist, will bei den Eingaben über die Tastatur Zeit sparen. Die Schnelllebigkeit im Berufs- und Privatleben zeigt sich auch in der Sprache. Digitale Abkürzungen beschleunigen vor allem in der jüngeren Generation die Kommunikation im Berufsalltag. Wer aber die gängigen Abkürzungen und ihre Bedeutungen nicht kennt, für den lässt sich die kryptische Buchstabenfolge häufig nur schwer erraten.

Leitfaden für digitale Abkürzungen

Seit wann all die Abkürzungen existieren? Vermutlich seit Beginn des digitalen Zeitalters. Schon in frühen Chatsystemen wie ICQ oder IRC waren sie gebräuchlich. Die meistgenutzten Akronyme und Buchstabenkombinationen haben sich neben der Chat- und teilweise auch in der Alltagssprache etabliert. Das ist besonders jetzt, durch die immer stärkere Nutzung digitaler Kommunikationswege in den vergangenen Monaten, deutlich zu spüren. Andere Abkürzungen wie beispielsweise die englische Abkürzung „ASAP“, was „as soon as possible“ bedeutet, sind bereits längst im Büroalltag integriert. Auf Deutsch bedeutet das so viel wie „so schnell wie möglich“. Weitere Abkürzungen, die Kollegen häufig im Büroalltag nutzen, sind:

ATM = At The Moment, zu Deutsch: jetzt gerade
BB = Bye Bye, bis bald
BTW = By The Way, zu Deutsch: übrigens
CU = See you (ausgesprochen wie das englische „C“ und „U“), zu Deutsch: man sieht sich
EOM = End Of Message, wird oft benutzt wenn eine E-Mail lediglich aus der Betreffzeile besteht
FAQ = Frequently Asked Questions, kündigt Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen an
FYI = For Your Information/Interest
G2G = Got to Go, zu Deutsch: muss gehen
GJ = Good Job, zu Deutsch: gute Arbeit
HO = Homeoffice
IMHO = In My Humble Opinion, zu Deutsch: meiner bescheidenen Meinung nach
k = OK, alles klar
KISS = Keep It Short and Simple, zu Deutsch: halte dich kurz
OoO = Out of Office, zu Deutsch: außer Haus
THX = Thanks, zu Deutsch: danke
Q&A = Question and Answer, zu Deutsch: Fragen und Antworten

Zu viel von zu wenig schadet der Kommunikation

Sprache ist nicht nur Kommunikationsmittel – sie drückt immer auch Zugehörigkeit und Identität aus, wie etwa bei regionalen Dialekten. Oft haben Unternehmen auch firmeneigene Abkürzungen, die Arbeitnehmer beispielsweise für bestimmte Projekte oder Kunden nutzen. Die Gefahr der Nutzung von Abkürzungen liegt indessen darin, es zu übertreiben. In unserem Beispiel vom Anfang wurde etwas zu tief in die Abkürzungskiste gegriffen. Ein derart exzessiver Gebrauch macht Kommunikation nämlich nicht einfacher, ganz im Gegenteil. Der falsche Einsatz kann zu unnötigen Missverständnissen und zusätzlichem Kommunikationsaufwand führen. Zudem sollten Arbeitnehmer darauf achten, mit wem sie so kommunizieren. Denn Abkürzungen, egal ob es ein klassisches „MfG“ oder ein neumodisches „CU“ ist, sind meist zu banal um in Textnachrichten an den Vorgesetzten zu erscheinen.

Warum die Jugend eigene Worte etabliert

Woher kommen die Abkürzungen überhaupt? Fast jedes Jahr im Herbst wird seit 2008 das „Jugendwort des Jahres“ gewählt. Im Internet können Jugendliche dann Vorschläge für den Contest einreichen, die eine Jury dann in einem mehrstufigen Verfahren eingrenzt. Die Wahl zum Jugendwort des Jahres soll sich an der wandelnden Jugendsprache orientieren, und die hat sich seit Beginn von Social Media zunehmend durchgesetzt. Seither existieren auch vermehrt oben genannte Akronyme, die die Kommunikation auf den sozialen Netzwerken insbesondere für Jugendliche vereinfachen. Die verbreiten sich durch die sozialen Netzwerke schnell, auch länderübergreifend, weshalb ASAP, THX oder BTW bereits etablierte Abkürzungen in der täglichen Kommunikation sind, die mittlerweile auch andere Generationen nutzen. In diesem Sinne: THX für die Aufmerksamkeit, CU.

Titelbild: ©vitalymateha/stock.adobe.com

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Die gebürtige Allgäuerin ist mittlerweile nicht mehr nur in der Medien- und Kommunikationsbranche zu Hause, sondern fühlt sich auch in München wohl. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur in den Bergen oder beim Salsa auf dem Tanzparkett. Bei NewFinance dreht sich bei ihr dagegen alles um redaktionelle Inhalte im Onlinebereich.

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