Frauen in der Armutsfalle

Grandmother With Mother And Adult Daughter Relaxing On Sofa

Frauen arbeiten im Vergleich zu Männern 79 Tage im Jahr umsonst. Verglichen mit dem Gehalt der Männer fängt das Geldverdienen für die weibliche Bevölkerung erst ab dem 20. März an. In Zeiten der Gleichberechtigung eigentlich undenkbar, aber traurige Realität. Diese Benachteiligung macht sich vor allem in der Rentenversicherung bemerkbar. Denn entsprechend geringer sind auch die Einzahlungen und somit die Rente.

Ein Leben für Kinder, Beruf und Familie = Armut im Alter

Nicht nur in der Bezahlung lassen sich gravierende Unterschiede feststellen. Auch in den Lebensläufen gibt es geschlechterspezifische Unterschiede. So bleiben Frauen öfter aufgrund von Schwangerschaft, Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen zu Hause. 40 Prozent der berufstätigen Frauen arbeiten Teilzeit, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Dies macht sich vor allem bei den eingezahlten Beträgen zur Rentenversicherung bemerkbar.

Rechtzeitige private Absicherung hilft vor Altersarmut

2013 gab es 8,5 Millionen Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrentner und 10,6 Millionen Rentnerinnen. Die durchschnittlichen monatlichen Bezüge lagen bei den Männern bei rund 1.000 Euro und bei den Frauen bei 570 Euro.

Vor allem Frauen sind von Altersarmut bedroht. Gravierend wird die Situation im Pflegefall sowohl für Frauen als auch Männer. Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung und aus der Rente reichen oft nicht aus, um die Pflegekosten zu finanzieren. Hier ist private Vorsorge etwa durch eine Pflegezusatzversicherung unverzichtbar. Vom Staat wurde der positive Aspekt dieser Art von Versicherungen bereits erkannt. So werden bestimmte Tarife mit 5 Euro im Monat bezuschusst. Auch hier gilt, je eher man abschließt umso niedriger sind die Beiträge und die später zu erwartenden Leistungen fallen höher aus. Die UKV – Union Krankenversicherung und Bayerische Beamtenkrankenkasse bieten mit ihren Pflegezusatzversicherungen eine gute Möglichkeit, im Ernstfall abgesichert zu sein.

Nähere Informationen zu den Möglichkeiten findet Ihr hier.

Equal Pay Day

Auf diesen Missstand in der Bezahlung macht der Equal Pay Day aufmerken. Seit 2008 initiiert der Verein Business and Professional Women (BPW) Germany diesen Tag in Deutschland. Denn auch bei uns findet man noch große Unterschiede in der Bezahlung. Die Lohnlücke in Deutschland beträgt 21,6 Prozent. Damit liegt Deutschland weiterhin unter den Schlusslichtern Europas.

Titelbild: © Monkey Business

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