Du bist, was du isst: Mit veganer oder Steinzeitdiät voll im Trend

Ernaehrung

Was ist gesund? Diese Frage beantwortet jeder für sich unterschiedlich. Vegetarisch, vegan, Paleo, Raw Food, basische Ernährung oder gar keine Kohlenhydrate – das Bewusstsein für gesunde Ernährung steigt. Nur: Welcher Trend ist wirklich sinnvoll?

Vegetarische Ernährung – was steckt dahinter?

Rund acht Prozent der Deutschen sind laut Statista Vegetarier – deutlich weniger als in anderen Ländern wie Indien, das mit rund 30 Prozent Spitzenreiter ist. Wobei der Begriff vegetarisch von vielen Menschen flexibel ausgelegt wird: Es gibt diejenigen, die komplett auf Tier verzichten, also auch Fisch. Sogenannte Pisco-Vegetarier hingegen essen zwar kein Fleisch, wollen beziehungsweise können auf Fisch aber nicht verzichten.

Welchen Vorteil bietet die vegetarische Ernährung? Wer auf Fleisch verzichtet, nimmt weniger Energie aus Fetten auf, nämlich nur rund 30 Prozent. Hauptenergielieferanten sind die in Getreideprodukten, Früchten und Gemüse enthaltenen Kohlenhydrate. Zum Vergleich: Bei Menschen, die viel Fleisch essen, liegt der Anteil bei 50 Prozent. Eine fettarme vegetarische Ernährung wird daher oft bei Krankheiten wie Fettsucht oder Arteriosklerose als Kur verschrieben.

Vegetarische Ernährung kann Verfettung vorbeugen

Ein weiterer Vorteil in einer rein vegetarischen Ernährung liegt in dem geringen Anteil an Cholesterin in pflanzlichen Fetten, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt. Allerdings kann vegetarische Ernährung zu einer Unterversorgung mit dem Vitamin B12 führen. Ein Vitamin, das neben pflanzlichen Produkten wie Sauerkraut und Bier fast ausschließlich im Fleisch enthalten ist. Eine ähnliche Situation zeigt sich auch unter anderem bei Eisen, Jod und Kalzium.

Vegane Ernährung – alles rein pflanzlich

Sozusagen eine noch strengere Auslegung stellt die vegane Ernährung dar mit dem kompletten Verzicht auf tierische Produkte: Kein Fleisch, kein Honig, keine Milchprodukte. Die Gefahr einer Mangelernährung ist für Veganer größer. In der Schwangerschaft kann es sogar zu Störungen der Blutbildung sowie schweren Wachstumsstörungen des Kindes führen. Gesundheitsexperten raten denjenigen, die sich vegan ernähren möchten, sich mit einem Arzt abzusprechen. Vor allem Vitamin B12, Eisen und Jod sind in dieser Ernährungsweise Mangel.

Der Ernährungsplan sollte daher abwechslungsreich gestaltet sein: Pflanzliches Eiweiß aus Brot, Getreideflocken, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln können – bei vegetarischer Ernährung – zudem gepaart werden mit Milchprodukten und Eiern. Besonders Frauen sollten auf eine eisenreiche Ernährung achten.

Back to Basic: Paleo-Ernährung aus der Steinzeit

Alles andere als vegetarisch ernähren sich Paleo-Anhänger. Der Name ergibt sich aus der Bezeichnung für eine Ernährungsweise, die in Zeiten des Paläolithikums, der Altsteinzeit, gängig war. Paleo-Anhänger vertreten die Ansicht, dass die damalige Ernährung sich auch noch Millionen Jahre später positiv auf den Menschen auswirkt. Die Diät beschränkt sich daher auf die damals verfügbaren Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse und Obst sowie Nüsse. Getreide, Hülsenfrüchte, Zucker, Milch(-produkte) hingegen streichen sie von ihrem Ernährungsplan.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Diät umstritten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bezeichnet den hohen Verzehr an tierischen Produkten weder als nachhaltig noch gesundheitsfördernd. Zudem kann der Verzicht auf Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Milchprodukte langfristig zu einem Nährstoffmangel führen. Einen wichtigen Vorteil bietet diese Ernährungsweise für Naschkatzen: Süßigkeiten, Softdrinks und Zucker sind schließlich verboten. Wer also einen Grund braucht, nicht zu viel Süßes essen zu “dürfen”, ist hier richtig.

Alles roh: Kochen nicht erwünscht

Sozusagen perfekt geeignet ist diese Ernährungsform für Kochmuffel: Rohkost. Zudem verzichten Anhänger des Raw Food zusätzlich auf tierische Produkte. Sie vertreten die Ansicht, ohne Kochen die Inhaltsstoffe aus Gemüse, Obst und Wildpflanzen zu erhalten und gänzlich dem Körper zuzuführen. Ähnlich wie bei der Paleo-Diät leben diejenigen sozusagen von der Hand in den Mund: Sie verändern die Lebensmittel nicht. Lediglich auf maximal 40 Grad darf das Essen erhitzt werden. Ähnlich wie bei der veganen Ernährung besteht die Gefahr einer mangelhaften Ernährung.

Weit extremer leben Frutarier ihre Ernährungsform aus. Sie essen nur Nahrungsmittel, die nicht durch “Ermordung”, als jeglicher Zubereitung, gewonnen werden. Neben tierischen Produkten verzichten sie auf Produkte, bei deren Ernte die Pflanze zerstört wird.

Basische Ernährung: Der pH-Wert gibt die Nahrung vor

Eine basische Ernährung orientiert sich am Säure-Basen-Haushalt im Körper und stammt ursprünglich aus der Alternativmedizin. Demnach führen große Mengen an Eiweiß, Zucker, Kaffee oder Weißmehl zu einer Übersäuerung des Körpers. Diese äußert sich in Form von Müdigkeit, Verdauungsproblemen oder Energiemangel sowie Allergien oder Gicht. Um dieser Übersäuerung entgegenzuwirken, nehmen Menschen vorrangig basische Lebensmittel zu sich. Dazu gehören Obst(-säfte), Gemüse (u.a. Spinat, Grünkohl, Kartoffeln Birnen) sowie Fette und Öle. Säurebildend gelten Fleisch, Brot, Milch, Nudeln, Fisch und Käse.

Inwieweit säurebildende Lebensmittel tatsächlich den Säure-Basen-Haushalt stören, ist wissenschaftlich noch nicht belegt. Ebenso unklar ist somit auch, ob eine basische Ernährung bestimmten Krankheiten vorbeugen kann. Eine ausgewogene Ernährung reicht nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung aus, um eine Übersäuerung zu verhindern. Das körpereigene Puffersystem reguliert dies ausreichend.

Kohlenhydratfrei: Die Ketogene Diät

In eine andere Richtung geht die Ketogene Diät. Dabei handelt es sich um eine Low-Carb-Ernährung, die darauf basiert, dass nicht Fette, sondern Kohlenhydrate dick machen. Der Logik folgend, landen hauptsächlich Fette und Eiweiße auf dem Teller. Kohlenhydrate im Getreide, Obst und Gemüse stellen eine schnelle Energiequelle für den Körper zur Verfügung. Durch den Verzicht wird dieser dazu gebracht, den für Gehirn und andere Organe benötigten Zucker aus den Fettreserven zu generieren. Dieser Vorgang heißt Kenose und gibt der Ernährungsform seinen Namen.

Über lange Zeit hinweg ist es schwierig, diese Ernährungsform durchzuhalten, weswegen sie hauptsächlich zum Gewichtsverlust und als therapeutische Maßnahme etwa in der Krebs- und Tumortherapie eingesetzt wird. Nachteile der strengen Diät ergeben sich durch den hohen Fett- und Eiweißanteil, den Menschen zu sich nehmen. Er kann Verdauungsstörungen, Müdigkeit und sogar Erbrechen zur Folge haben. Außerdem fangen Menschen an, etwas streng nach Aceton zu riechen.

Es gibt viele Wege und Möglichkeiten, sich zu ernähren. Welche für einen am besten funktionieren, bleibt jedem selbst überlassen. Für Makler im Kundengespräch bietet die Versicherungskammer Bayern zudem eine Übersicht, welche Ernährungsform nachhaltig ist. Zudem lässt sich mit der richtigen Ernährung die eigene Fitness beeinflussen. Makler können Kunden auf Tools hinweisen, mit welchen sie ihren Gesundheitszustand ermitteln und überwachen können. Weitere Informationen gibt es hier.

Der Kühlschrank so nah: Gesunde Ernährung im Homeoffice

VMK Essen

Der Weg zur Küche ist nicht weit, schnelle Mahlzeiten und kalorienreiche Snacks zwischendurch sind im Homeoffice besonders verlockend. Umso wichtiger sind eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Auch das Team der Versicherungskammer Maklermanagement versucht auf eine gesunde Ernährung zu achten. Für Vertriebsmanagerin Laura Abeska bietet das Homeoffice nun mehr Zeit am Morgen. “Die wegfallende Anfahrtszeit nutze ich für ein vitamin- und ballaststoffreiches Frühstück. Das hält lange satt und gibt mir Energie für den Tag!“

Egal ein vitaminreiches Frühstück, eine vegetarische Mittagspause oder ein warmes Abendessen nach Feierabend: Das Unternehmen gewährt einen Einblick in ihren abwechslungsreichen Speiseplan.

Titelbild: © udra11/stockAdobe.com, Beitragsbild: Versicherungskammer Bayern

Brigitte Mellert
Ihr Journalismus-Studium und ihre Redakteursausbildung zogen sie vor Jahren aus München weg nach Schwaben. Nun, zurück in der neuen alten Heimat, durchforstet sie als Online-Redakteurin die Finanzwelt nach spannenden Geschichten. Dort fündig geworden, verbringt sie ihre Freizeit am liebsten in der Natur auf dem Rad oder beim Wandern in den Bergen.

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