Digitales Marketing in der PKV: Best Practice Beispiele

Digitales Marketing in der PKV: Best Practice Beispiele
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Die Digitalisierung verschlingt traditionelle Prozesse. Für Makler bedeutet das eine Umstellung – auch in Sachen PKV-Beratung. Wir stellen einige Möglichkeiten vor, wie digitales Marketing klappen kann.

Mehr Interaktion mit dem Kunden

Bereits im Jahr 2011 untersuchte eine von der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), HITeC – Hamburger Informatik TechnologieCenter e.V. in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg, NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft herausgegebene Studie die Bedeutung von Social Media für die Krankenversicherung. In einer damals veröffentlichten Studie beobachtete das Unternehmen eine Rollenverschiebung in der gesetzlichen und auch der privaten Krankenversicherung. Versicherer entwickelten sich von reinen Kostenträgern hin zu Gestaltern und Begleitern ihrer Kunden. Die Interaktionen zwischen PKV und Versicherten würde zunehmen, prognostizierte PwC. Als einen Kanal für diesen Zweck identifizierte die Studie Social Media. Indem sie Social Media gezielt nutzen, können Unternehmen Kunden stärker binden. Blogs seien zudem unterschätzt.

Mit Social Media können Unternehmen laut der Studie drei Ziele erreichen:

  • Vertrieb (und eingeschlossen Markenbildung)
  • Kundenbindung
  • Ausbau von Services sowie Kostenmanagement

Ein Blick auf die heutige Lage zeigt, dass sich einige Aussagen des PwC bewahrheitet haben. Wie eine aktuelle Bitkom-Umfrage belegt, nutzen Kunden zunehmend Vergleichsportale und Online-Testberichte, um sich über bestimmte Produkte zu informieren. Für Makler bedeutet das: Sie brauchen effektivere Kommunikations- und Informationskanäle, um mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten.

19.000 Abonnenten mit Versicherungs-Videos

Doch auch Video-Content kommt gut an. Das beweist Bastian Kunkel, der es auf YouTube bereits zu 19.000 Abonnenten und damit zu einiger Bekanntheit geschafft hat. Auf seinem Kanal „Versicherungen mit Kopf“ klärt er Endkunden über Versicherungsprodukte auf. Eine Playlist hat er der privaten Krankenversicherung gewidmet. Hier erklärt er in einem „Einführungsvideo“, wie die PKV grundlegend funktioniert. In weiteren Videos geht „Versicherungen mit Kopf“ in die Tiefe und befasst sich mit Unterthemen wie der Anwartschaft, Steueroptimierung oder dem Vergleich zur GKV.

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Alles auf einen Klick

Sven Hennig wiederum hat mit seiner Webseite eine umfangreiche Online-Präsenz aufgebaut. Der auf die private Krankenversicherung, BU und Altersvorsorge spezialisierte Versicherungsmakler stellt die wichtigsten Informationen über „seine“ Produkte digital zur Verfügung. So zeigt er erstens seine Expertise auf und sorgt zweitens dafür, dass Kunden bereits Versicherungswissen sammeln, bevor sie in die Beratung kommen. Einfache Fragen sind so leicht geklärt. Haben Kunden speziellere Fachfragen, können sie sich einfach durch die verschiedenen Kategorien klicken – oder die Chat-Funktion nutzen, die Hennig ebenfalls in seine Webseite integriert hat. Dort können Kunden ihn direkt kontaktieren und auch Screenshots schicken. Auf sämtlichen Unterseiten ist zudem gut sichtbar die Nummer der Telefon-Beratung platziert. Je nachdem, wie tief die Fragen der Kunden gehen, stellt Hennig die notwendigen Wege zur Verfügung, um sie zu beantworten.

Digitales Marketing mit Facebook

Wie gut die Kommunikation mit Facebook funktionieren kann, zeigt das Berliner Unternehmen „KVoptimal.de“. Unter Geschäftsführerin Anja Glorius nutzt KVoptimal das soziale Netzwerk dazu, mit Endkunden in Kontakt zu treten und die Reichweite des eigenen Blogs zu erhöhen. So erfahren Kunden bei Facebook alle Neuigkeiten rund um das Thema PKV, etwa, wenn es um eine Beitragserhöhung geht. Auf dem Blog gibt es dann genauere Informationen dazu.

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Die Marke kommt nicht über Nacht

Die aufgeführten Beispiele zeigen ein großes Marketing-Potenzial, das Makler durch die Digitalisierung ausschöpfen können. So machen sie sich auch über die Beratung hinaus zu einem verlässlichen Partner für Kunden und Interessenten. Dabei gilt es, zur gewünschten Message das richtige Medium zu wählen. Allerdings ist es kein “Übernachtgeschäft”. Der Aufbau einer eigenen Marke setzt Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen voraus.

Titelbild: ©nd3000/ stock.adobe.com

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