Das richtige Werkzeug für effektive Infografiken

Infografik

Die Höhlen von Lascaux sind Beweis genug. Schwierige Sachverhalte, banale Situationen des Alltags oder kartografierte Firmamente. Wenn das Gesehene, Durchlebte oder unsere Umwelt uns fasziniert, malt der Mensch sie auf. Sei es, um es sich besser einzuprägen oder für die Nachwelt zu erhalten. Nachdem die Mathematik ihren glorreichen Einzug hielt, gesellten sich zu Bildern – Zahlen. Und besonders seit der Digitalisierung, nachdem sich Computer und Webseiten zu kleinen mobilen Endgeräten verwandelten und grafische Darstellungen in Kunstwerke. Spätestens da kommen wir um digitale Infografiken nicht herum.

Grafisch aufbereitete Informationen erlauben dem Betrachter einen schnellen Einblick in Wissensfelder. Sie erhellen komplexe Zusammenhänge und Abhängigkeitsverhältnisse. Unattraktive Balkendiagramme und unansehnliche Tortendiagramme lösen schon lange keine Begeisterung mehr aus. Deswegen haben sich Infografiken mittlerweile einem regelrechten Artwork verschrieben. Sie visualisieren nicht mehr Daten, Zahlen und Fakten, sondern sind zu einem eigenständigen Faktor im Social-Media Marketing aufgestiegen. Dabei landen sie virale Hits und können ganze Businessmodelle und Produktideen promoten.

Um eine gute Infografik zu erstellen, braucht man keine teuren Grafikprogramme oder Webdesginer mehr. Hier findet Ihr die gängigsten auf einen Blick.

Eine kleine Übersicht

Google Databoard

Ein interaktives Werkzeug für Statistiken, Präsentationen oder Forschungsstudien. Es verpackt Daten in Geschichten. Diagramme und Datenpunkte werden zu Infografiken umgewandelt. Ihr könnt auf vorgefertigte Vorlagen zahlreicher Studien zugreifen. Die fertigen Grafiken können anschließend bequem per E-Mail verschickt oder über Google+, Facebook und Twitter geteilt werden. Auch könnt Ihr die URL weiterreichen. Der Export als lokale Datei ist bisher nicht möglich. Das Tool ist kostenlos nutzbar.

piktochart

Dieses Internet-Werkzeug ist so simpel gehalten, dass Nutzer ohne Grafikkenntnisse mit wenigen Klicks schöne Ergebnisse erzielen. Nach der Auswahl eines Layouts lassen sich per Mauszeiger grafische Elemente einbauen, Schriftarten ändern und Farben anpassen. Die kostenlose Variante erlaubt den Zugriff auf drei verschiedene Layouts und das Herunterladen der fertigen Grafik als Bilddatei.

In der Lite-Version, für monatlich 15 US-Dollar, kann der Nutzer auf 600 Vorlagen zugreifen. Zusätzlich stehen ihm 100 MB Speicherplatz für eigene Fotos zur Verfügung. Und er kann seine Projekte als Standardabbildungen herunterladen. Die Pro-Version bietet ebenfalls 600 Vorlagen, erhöht den Speicherplatz für die eigenen Fotos allerdings auf 400 MB. Zusätzlich ist es möglich, eigene Projekte im PDF-Format herunterzuladen sowie mit einem Passwort zu sichern. Außerdem entfernt Piktochart dann sein Wasserzeichen.

Infogrfx

Grafiken gehen auch interaktiv. Mit dem kostenlosen Tool Infogrfx lassen sich Daten wie steigende Umsätze oder Nutzerzahlen in Echtzeit anzeigen. Die Nutzung ist komplett kostenlos und erfordert keine Registrierung. Ein Account in den gängigen sozialen Kanälen wie Facebook, Google oder Twitter reicht aus. Optisch sind die animierten Infografiken zwar hübsch jedoch auf eine Darstellungsart begrenzt.

Die zehn besten Grafik-Generatoren gibt es hier.

Titelbild: © alexdndz/Fotolia

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